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Facebook Fangate abgeschafft? – So klappt’s auch 2016 noch

Kaum eine Strategie war so umstritten im Facebook-Marketing wie die Fangates. Mit Hilfe eines Fangates konnte man auf der Facebook-Fanpage eine App bzw. Canvas-Page (Unterseite) nur für Fans sichtbar machen. Besucher, die noch nicht Fan der Fanpage waren, erhielten eine frei definierbare Vorschaltseite angezeigt, die sie zum Liken aufforderte, wenn sie den dahinterliegenden Inhalt sehen wollten. Häufig wurden solche Fangates mit Gewinnspielen, aber auch mit Content-Marketing-Aktionen verwendet. Die meisten Gewinnspiel-Apps hatten bereits „ab Werk“ die Fangate-Funktion eingebaut.

rewe-fangate1

Fangate auf der Rewe-Facebookseite

Manche Facebook-Marketing-Experten hassten Fanpages aus vollem Herzen. Der Grund dafür ist, dass viele Marketer diese Methode zum stupiden Aufbau von Fans genutzt haben, ohne dass dahinter eine solide Strategie stand. So wurde eben ein iPad nach dem anderen verlost, jeweils mit Fangate kombiniert, um nur möglichst viele Fans aufzubauen. Ob die Fans überhaupt nachhaltig Interesse am Unternehmen hatten und damit einen unternehmerischen Mehrwert darstellten, steht dabei auf einem ganz anderen Blatt.

Ich persönlich fand bzw. finde immer noch, dass es für Fangates sehr sinnvolle Anwendungszwecke gibt. Zum Beispiel wenn man entsprechenden Content nur für Fans bereit stellt. Dann ist der Fangate vergleichbar mit einem Newsletter, der ja in der Regel auch exklusiven Content verspricht, den nur Angemeldete erhalten. Dagegen hat auch niemand etwas einzuwenden…

Tja, und dann kam im Herbst 2014 der große Paukenschlag: Facebook schaffte die Fangate-Funktion ab. Auf einen Schlag war die gesamte Strategie hinfällig, alle Apps, die vollmundig mit der Fangate-Integration warben, mussten ihre Werbetexte ändern. Und auf einmal stand wieder die große Frage im Raum: Wie kann man jetzt noch (ohne Anzeigen) Fans generieren?

So funktionieren Fangates auch nach der „Abschaffung“ noch

Natürlich gibt es zum Fanaufbau eine Menge Methoden. Aber Fangates sind, richtig eingesetzt, einfach, schnell und wirksam. Es wäre also schade, ganz darauf verzichten zu müssen. Zum Glück gibt es dafür eine Lösung. Allerdings funktioniert das Ganze nicht mehr auf Facebook direkt, sondern nur noch auf Websites oder Blogs.

Die Idee ist einfach: Mit Hilfe eines „Social Locks“ sperrt man einfach einen Teil des Blogbeitrags, hinter dem sich Content verbirgt (z.B. das Gewinnspiel-Formular, ein Download oder ähnliches). Das Prinzip wird schon lange mit den ganzen „Pay with a…“-Applikationen eingesetzt, zum Beispiel „Pay with a tweet“. Nur dass man damit eben nur einen Tweet generiert und keinen Fan/Follower.

Natürlich lässt sich aber anstelle des „Pay with a like“-Buttons auch ein Like-Button für die Fanpage integrieren. Dann liken die Blogbesucher nicht den Beitrag, um an den Content zu gelangen, sondern die verlinkte Fanpage.

Wer das nicht selbst programmieren will, kann sich mit Plugins behelfen. Mein Lieblings-Plugin für WordPress ist … Moment, machen wir das Ganze doch mal praktisch. Werde Fan, um zu erfahren, wie das Plugin heißt:

[sociallocker id=“3491″]

 

 

 

Ich verwende das WordPress Plugin OnePress Social Locker. Das gibt’s hier gratis oder in der sehr empfehlenswerten Premium-Version für 24 Dollar hier (kein Affiliate-Link!).

 

 

 

[/sociallocker]

Und schon bist du Fan meiner Fanpage. Danke übrigens :-). Ich hoffe, dass du auch Fan bleibst, denn solche tollen Tipps erhältst du dort regelmäßig von mir.

Was meinst du dazu? Ist der Fangate eine sinnvolle Marketing-Maßnahme oder einfach nur nervig? Und wie könnte man ihn gewinnbringend einsetzen?



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Kommentare


Hubertus 15. Dezember 2014 um 10:26

Danke für den Beitrag. Wir nutzen das „optionale Fangate“:
http://www.iconsultants.eu/2014/08/facebook-stoppt-fangate-app-arena-hat-es-trotzdem/

Antworten

Die 8 besten Social Media Plugins für Deinen Blog XOVI 5. Januar 2016 um 9:00

[…] noch Fangates durchführen, wie es sie früher bei Facebook gab. Wie das funktioniert, habe ich hier […]

Antworten

Dominik 27. Januar 2016 um 13:52

Das funktioniert aber nur mit WordPress Webseiten, oder?

Antworten

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