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Frag Felix zu Facebook: Wie kann man die Zielgruppe von Seitenbeiträgen steuern?

Mit einer Facebook-Fanpage verfolgt man in der Regel vor allem ein Ziel: die eigene Reichweite zu erhöhen. Jedoch bringt eine maximale Reichweite nichts, wenn nicht die richtigen Zielpersonen erreicht werden. Insofern kann es sich lohnen, die Zielgruppen etwas einzuschränken.

Das ist auf Facebook-Fanpages (einigermaßen gut) möglich. Ein normaler Post auf einer Fanpage erreicht alle Fans ungefiltert. Das heißt, zumindest die, die aufgrund des News Feed Algorithmus (a.k.a. EdgeRank) dazu auserkoren sind, diesen speziellen Beitrag der Fanpage überhaupt angezeigt zu bekommen (dazu wird es demnächst einen eigenen Eintrag geben). Schätzungen zufolge liegt der Anteil der Fans, die einen Beitrag tatsächlich zu sehen bekommen, bei etwa 20%.

Zielgruppen-Einstellungen aktivieren

Bei den meisten Facebook-Seiten sind erst einmal keine Möglichkeiten zum Wählen der Zielgruppe verfügbar. Das Post-Feld sieht schlicht und einfach so aus:

ohne-einstellungen

Wenn das der Fall ist, muss die Option zum Auswählen von Zielgruppen erst aktiviert werden. Dies geschieht im Administrationsbereich unter „Seite bearbeiten“ –> „Einstellungen bearbeiten“. Dort gibt es den Eintrag „Privatsphäre für Einträge“. Mit einem Häkchen dort werden die Privatsphäre-Optionen freigeschaltet.

privatsphäre

Generelle Einschränkungen der Sichtbarkeit eines Beitrags

Nun verfügt das Post-Feld über weitere Einstellungsmöglichkeiten: Einmal eine Art Fadenkreuz links und neben dem „Posten“-Button rechts eine Weltkugel.

einstellungen

Mit der Weltkugel lässt sich allgemein einstellen, wer diesen Beitrag zu sehen bekommt. Dort kann man nach Standort und Sprache unterscheiden. Sinnvoll ist das zum Beispiel bei Fanpages, die sich an Zielgruppen in mehreren Ländern richten. So erhalten deutsche Fans deutsche Beiträge und zum Beispiel französische Fans nur die französischen Postings. Für viele Unternehmen wird das deutlich einfacher sein als verschiedene einsprachige Fanpages zu pflegen.

gate-post

Fans, die in ihren Einstellungen eine andere Sprache oder einen anderen Standort angegeben haben, sehen diesen Beitrag nicht. Weder in ihrem eigenen Newsstream noch in der Timeline der Fanpage oder sonstwo.

Zielgruppenauswahl für den Newsstream

Das Fadenkreuz ermöglicht eine andere Form der Zielgruppenauswahl. Es stehen deutlich mehr Selektionskriterien zur Verfügung, nämlich:

zielgruppenauswahl

Die Kriterien lassen sich auch kombinieren. So können beispielsweise Frauen zwischen 20 und 30 angesprochen werden, die in München wohnen und Single sind. Je nach Fananzahl fällt diese Zahl mit zunehmender Selektion natürlich recht klein aus.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass spezielle Beiträge nur an die Fans gepostet werden, die es vermutlich auch interessiert. Besonders Ort, Alter und Geschlecht dürften hier eine große Rolle spielen. Bei richtigem Einsatz lassen sich so Fanverluste oder Ausblendungen reduzieren.

Der Nachteil ist: Hat jemand in seinem Profil eine entsprechende Angabe nicht gemacht (z.B. den Beziehungsstatus oder die Ausbildung), wird er mit diesem Posting ebenfalls nicht erreicht. Die tatsächliche Reichweite ist also meist geringer als die gewünschte.

Allerdings gibt es hier etwas zu beachten: Die Targetierung gilt nur für den Newsstream der Fans! Das bedeutet, dass ein Fan, der beispielsweise in München wohnt, einen auf Köln targetierten Beitrag nicht in seinem Newsstream angezeigt bekommt. Besucht er jedoch die Fanpage, sieht er den Beitrag sehr wohl! Auch wenn einer seiner Freunde mit dem Beitrag interagiert, könnte er über Umwege auf den Beitrag stoßen.

Generelle Einschränkungen der Sichtbarkeit der Seite

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass sich nicht nur die Sichtbarkeit der Beiträge, sondern auch die der gesamten Seite steuern lassen. In den Einstellungen finden sich die Optionen „Ländereinschränkungen“ und „Alterseinschränkungen“. In bestimmten Branchen (Glücksspiel, Alkohol, etc.) ist es notwendig, die Fanpage für Personen unter einem gewissen Alter unzugänglich zu machen. Diese Option kann hier vorgenommen werden.

einschraenkungen

Vollständige Sicherheit bietet das natürlich nicht, denn wenn der Minderjährige einfach ein falsches Alter bei der Registrierung angibt, kann er diese Hürde leicht umgehen.

 



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Kommentare


Angelika Heinrich 1. Oktober 2013 um 9:53

Coaching der feinsten Art. Danke! Als Tübinger Coach, Trainerin und Speaker bin ich ganz frisch nun auch auf Facebook vertreten und da kommt mir Ihre professionelle und gleichzeitig total verständliche Hilfestellung sehr entgegen. Zumal ich mit Ihrem Namen immer unseren gemeinsamen Bekannten Martin Emrich verbinde, bei dem Sie ja Ihre Coachingausbildung gemacht haben.

Herzliche Grüße und vielen Dank für das großzügige Teilen von Ihrem Know How

Angelika Heinrich, Tübingen

Antworten

Claudia Pellmann 27. Januar 2015 um 11:23

Der Hinweis ist sehr gut. Wir schränken unsere Postings auf unserer internationalen Seite auch auf diese Art und Weise ein. Allerdings haben wir noch nicht rausgefunden, ob und wie dies auch mobil bzw. via App funktioniert. Gerade wenn man Live von Events berichtet, wäre das extrem von Vorteil. Haben Sie da eine Idee?

Antworten

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