Skip to main content

Gefällt Ihnen? – Kein "Du" mehr für die Polizei auf Facebook

Der Umgangston in den Social Media ist für gewöhnlich lockerer als im normalen Leben. Gerade bei Facebook hat sich das persönliche „Du“ als Ansprache durchgesetzt. Natürlich duzen nicht alle Unternehmen ihre Fans, aber in sehr vielen Fällen entscheiden sich die Social Media Manager doch für diese Anrede.

Für die Polizei Essen, die für ihre kreativen, sympathischen und hilfreichen Facebook-Postings bekannt ist, ist es damit jetzt vorbei. Wie auf der Facebook-Seite der Polizei NRW Essen mitgeteilt wurde, ist ihnen das „Du“ per landesweitem Beschluss verboten worden.

 

Du oder Sie – das ist hier die Frage

Was ist davon zu halten? Sollte die Polizei die Bürger duzen dürfen?

Ich finde: Ja. Zumindest auf Facebook ist das Du einfach eine gelernte, gewohnte Ansprache. Das heißt natürlich nicht, dass jeder jeden duzen muss. Aber die Option sollte bestehen bleiben. Und gerade die Polizei NRW Essen hat sich als Best Practice-Beispiel etabliert, weil man dort hervorragend mit den sozialen Medien umzugehen weiß.

Von Beiträgen wie diesem können auch Unternehmen noch einiges lernen:

Knapper Text, hochwertiges Bild mit kleinem Textfeld und hohem Wiedererkennungsbild – so generiert man Reichweite.

Polizei im Social Web

Die Polizei hat es ohnehin nicht immer leicht, sich im Social Web so zu präsentieren, wie sie es gerne möchte. Vor einiger Zeit erhitzten diese beiden Polizisten die Gemüter der Nation:

So sympathisch die beiden Beamten auch rüberkamen, von vielen Seiten kam Kritik. Darf sich die Polizei so darstellen?

In den USA ist man da weniger zimperlich… Dieser fröhliche Cop hat innerhalb weniger Tage für 20 Millionen Aufrufe und sicher den einen oder anderen Sympathiepunkt für die Polizei gesorgt…

Was ist eure Meinung? Wo liegen die Grenzen für die Polizei im Social Web?



Ähnliche Beiträge



Kommentare


Thorsten Schlautmann 21. Januar 2015 um 13:57

Hallo Felix,

ich hatte noch vor kurzer Zeit die Gelegenheit mit dem Pressesprecher der Essener Polizei zu sprechen. In diesem Gespräch deutete er bereits an, dass das „Duzen“ in naher Zukunft wohl schon wieder Vergangenheit ist. Ich finde es schade, dass die Kollegen aus der Kommunikationsabteilung vorgeschrieben bekommen, wie sie zu kommunizieren haben. Nun lässt es sich trefflich darüber streiten, ob die Exekutive einfach mal eben „Du“ sagen darf.

Abhilfe hätte durch das sogenannte „Spiegeln“ geschaffen werden können. Duzt der User mich, duze ich zurück. Siezt er mich, sieze ich retour.

Ich verstehe auch durchaus die dahinter steckende Absicht, dass die Polizei als seriöse Instanz wahrgenommen werden will. Andererseits demonstriert die Behörde ja gerade durch ihren entspanten Umgang mit Social Media Authentizität und Empathie. Die Distanz zwischen Bevölkerung einerseits und Polizei andererseits schrumpft deutlich.

Ein tolles Beispiel für diesen relaxten Umgang ist auch das Video der Essener Polizei zur Ice Bucket Challenge, hier zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=1SCl0C1nwE0

Gruß Thorsten

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Auszeichnungen

Mitgliedschaften, Zertifizierungen & Auftritt