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Parkos – eine interessante Zielgruppe

Unternehmen müssen sich zunehmend auf eine Verbrauchergruppe einstellen, die im Wachstum begriffen ist: die Parkos (partizipative Konsumenten). Diese Gruppe umfasst Menschen, die sich als Verbraucher als aktive Teilnehmer an Marktprozessen verstehen. Sie legen nicht nur Wert auf bewussten, kritischen Konsum, sondern sie wollen auch kommunikativ und gestaltend in das Konsumgeschehen eingreifen.

Wer sind die Parkos?

Eine entscheidende Rolle für diese Gruppe von Konsumenten spielt dabei das Internet als Plattform für aktive Kommunikation und Information. Der Konsumententyp „Parkos“ wurde bereits im Jahr 2009 in einer Studie von „Zucker Kommunikation“, einer Agentur für strategische PR für Marken in Deutschland, identifiziert und eingehend untersucht. Nicht abzustreiten ist eine Verwandtschaft zu den Lohas (Lifestyle of Health an Sustainability), eine Konsumentengruppe besonders durch Nachhaltigkeit und Gesundheit geprägtem Verhalten. Zu den Elementen eines solchen Konsumverhaltens kommt bei den Parkos noch die aktive Nutzung des Internets hinzu. Dabei wird ein kritisches, bewusstes und anspruchsvolles Konsumverhalten mit den umfassenden Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten im Internet zusammengeführt.

Parkos nutzen das Internet aktiv

In der Studie von 2009, damals durchgeführt im Auftrag vom Skopos Marktforschungsinstitut, wurden bereits beachtlich Zahlen genannt. Damals wurden 36% der untersuchten Konsumenten zu den Parkos gezählt.

Bemerkenswert für die Werbestrategien von Unternehmen sind ebenfalls die Untersuchungen, die im Verlauf der Studie innerhalb der Reihen der Parkos durchgeführt wurden. Dabei erwarteten 78 Prozent der Parkos klare Aussagen von Unternehmen statt Glanzwerbung. Das Internet wurde von 71 Prozent der Befragten Parkos als bedeutsam für Meinungen von Verbrauchern genannt, und für 72 Prozent waren die Meinungen anderer Verbraucher ausschlaggebender als die Informationen seitens der Unternehmen.

Partizipative Konsumenten greifen in den Markt ein

Heute, im Jahr 2013, kann festgestellt werden, dass sich diese Konsumentgruppe erweitert und insbesondere auch im Internet verfestigt hat. Das wird deutlich durch Plattformen, auf denen aus Konsumentenreihen eigene Tests für Markenartikel veröffentlicht werden. Auf solchen Plattformen wird die Wertigkeit von Produkten an ihrer Verwendbarkeit im Alltag anhand von Erfahrungen von Verbrauchern gemessen. Damit haben sich inzwischen bereits eigene Online-Unternehmen aus den Reihen der Parkos entwickelt, die die Konsumenten-Kommunikation zu Produkten als erfolgreiche Geschäftsidee im Netz einsetzen. Solche Plattformen können einen guten Zulauf verzeichnen. Bekannt sind Portale dieser Art beispielsweise auf dem Markt für Lifestyle und Beauty. Des Weiteren testen Verbraucher auf solchen Portalen Autoreifen und mehr, stellen ihre eigenen Testergebnisse, Erfahrungen und Meinungen im Netz ein. Solche Beispiele zeigen, dass das Konsumverhalten a la Parkos bereits fest im Internet verankert ist. Online-Plattformen, die auf dieser Ebene agieren, wachsen. Ihr Einfluss auf das Kaufverhalten sollte nicht unterschätzt werden.

Parkos nutzen Social Media

Die größten Plattformen für die Kommunikation auch über Konsumartikel und Marken ist nach wie vor die weite Spielwiese der Social Networks. Facebook, YouTube, Twitter & Co sind Plattformen, auf denen aktiv auch Markverhalten geprägt wird. Dass immer mehr Verbraucher nicht mehr abwarten, was ihnen geboten wird, sondern selbst in den Markt eingreifen möchten, ihn bewusst mit beeinflussen wollen, ist ein Ausdruck einer neuen Konsumkultur. Dabei ist es interessant, dass zu dieser aktiven Verbrauchergruppe mit Internetaktivtät-Verknüpfung nicht nur Menschen aus den Kreisen der Lohas gehören, die sich besonders aus anspruchsvollen Verbraucherkreisen rekrutieren, sondern zunehmend Konsumenten aus den unterschiedlichsten Einkommens- und Sozialschichten.

Unternehmen müssen auf diese Verbrauchergruppe reagieren

Mobile-Shopping ist Teil des Parko-Lifestyles

Etliche Firmen haben schon seit längerer Zeit sehr gut den Stellenwert erkannt, den das Kaufverhalten der Parkosgruppe einnimmt. Sie haben besonders beim Online Marketing einen Umdenkungsprozess vollzogen, sich auf basierte Information und offene Kommunikation eingestellt. Um bei modernen, kritischen Konsumenten einen Fuß in die Tür zu setzen und Kaufverhalten nach neuen Maßstäben zu beeinflussen, ist die Nutzung von Social Media eine der wichtigen Voraussetzungen. Dabei geht es nicht mehr um Darstellung von Produkten und Unternehmensprofil, sondern um die aktive Einbeziehung der Konsumenten.

So sind etliche Firmen bereits bei ihren Facebook-Unternehmensdarstellungen dazu übergegangen, direkt nach Verbraucherideen zu fragen. Damit kommen viele Firmen bereits den Erwartungen der Parkos entgegen. Was es insbesondere beim Online Marketing noch verstärkter umzusetzen gilt, ist ein noch höherer Informationsgehalt bei der Verkaufsstrategie. Werbung ist notwendig und nicht vom Markt zu verdrängen.

Der heutige Anspruch geht hinsichtlich der wachsenden Anzahl der kommunikativ aktiven Konsumenten jedoch eher in die Richtung umfassender Hintergrundinformationen, Einbeziehung von ökologischen, ethischen und Fair-Trade Aspekten und weg von der hergebrachten bloßen Plakativität. Der einschlägige Werbespruch wird von einer wachsenden Konsumentengruppe nicht mehr als Tatsache hingenommen, sondern hinterfragt. Folglich haben die Unternehmen heute auf diese Fragen Antworten zu geben, auch durch entsprechende Werbegestaltung.

Nicht nur das Bedürfnis von partizipativen Konsumenten, Parkos, ernst genommen und einbezogen zu werden, und selbst mit einzugreifen, sollte in Rechnung gestellt werden. Es geht auch darum, das Kaufverhalten noch stärker unter Aspekten der neuen Konsumentenansprüche zu erforschen.


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Kommentare


C. Rochereul 18. April 2013 um 8:04

Ist die Präsi in Slideshare, die Studie von 2009?

Antworten

admin 18. April 2013 um 8:31

Ja, genau. Das ist die Original-Auswertung.

Antworten

Weihnachten ohne Tee – Social Media geht anders 17. Januar 2014 um 17:49

[…] es der interaktive Bürger 2.0, der PARKO nun einmal tut, schickte ich mich an, einen Post auf der Facebook-Seite der Teekampagne zu […]

Antworten

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