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6 gute Social Media Vorsätze für 2016

Das neue Jahr ist da! Zeit, sich über die guten Vorsätze für 2016 Gedanken zu machen. Das gilt natürlich auch für die sozialen Medien. Diese 5 guten Social Media-Vorsätze sollten Sie sich für 2016 auf die To-Do-Liste schreiben.

1. Weniger Wert auf Facebook-Fans als Kennzahl legen

Eigentlich ist das schon seit Jahren klar, aber leider in vielen Unternehmen noch immer nicht angekommen: Die bloße Anzahl an Facebook-Fans sagt nicht allzu viel aus. Was wirklich zählt, ist die tatsächliche Reichweite im Netzwerk und die daraus resultierenden Zielerreichungen. Und eine hohe Anzahl an Fans korreliert nicht zwangsläufig mit einer hohen Reichweite oder gar den gewünschten Conversions.

Denn Facebook berechnet die Reichweite für jede Seite und jeden Seitenbeitrag individuell. Unter anderem spielt hier die Interaktionsrate eine Rolle. Je höher diese ausfällt, desto höher auch die Reichweite. Im Klartext: Eine Seite mit wenigen Tausend Fans kann trotzdem mehr Menschen erreichen als eine Seite mit 50.000 oder mehr Fans.

Tendenziell bedeutet eine hohe Fanzahl auch eine höhere potenziell erreichbare Zielgruppe. Aber eben nur tendenziell und potenziell. Denn wenn es so einfach wäre, würde es ja reichen, sich einfach mal 100.000 Fans zu kaufen. Ohne ausreichend hohe Interaktionsraten (die größtenteils durch relevanten, hochwertigen Content und die richtige Ansprache entstehen) läuft nichts.

Betrachten Sie 2016 Ihre Facebook-Fanzahl also eher als eine Zwischenstufe, ein Nebeneffekt, aber keinesfalls als Ziel Ihrer Bemühungen.

2. (Regelmäßiger) Bloggen

In den letzten 2 Jahren haben Blogs eine regelrechte Renaissance erlebt. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass Facebook mehrfach die Regeln und die mögliche Reichweite für Seiten geändert hat. Unternehmen, die davor vollständig auf Facebook gesetzt haben, merkten plötzlich, wie brüchig und instabil dieser Marketingkanal eigentlich ist. Ein Klick im Facebook-Headquarter und schon werden mühsam aufgebaute Strategien hinfällig.

Eine Lösung für dieses Problem sind unternehmenseigene Blogs. Denn im Blog ist das Unternehmen keinerlei Beschränkungen unterworfen, weder was die Inhalte angeht (wie bei Facebook), noch die Länge der Beiträge (wie bei Twitter) oder die verwendeten Medien (wie bei YouTube). Auch wirkt ein Blogbeitrag einfach viel länger nach. Ein Tweet bleibt im Schnitt ca. 5 Minuten im sichtbaren Bereich des Newsfeeds, bevor er ins Nirvana rutscht. Ein Blogbeitrag dagegen kann jahrelang auffindbar sein und über Suchmaschinen Traffic liefern. Und darüber hinaus noch die gesamte Website SEO-technisch stärken.

Wenn Sie also bereits bloggen, sollten Sie Ihre Bemühungen 2016 intensivieren, zum Beispiel indem Sie häufiger, regelmäßiger oder umfangreicher schreiben. Wenn Sie noch keinen Blog haben, prüfen Sie dringend, ob dieses Instrument in Ihren Marketing-Werkzeugkoffer passt.

3. E-Mail-Adressen einsammeln

Wie oft wurde die E-Mail bzw. das E-Mail-Marketing schon totgesagt. Und trotz alledem erfreut sich diese Disziplin nach wie vor bester Gesundheit. Das Versandvolumen der E-Mails ist relativ stabil und Unternehmen, die auf E-Mail-Marketing setzen, berichten von hervorragenden Ergebnissen. Vor allem, wenn es um den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen geht, ist die E-Mail etwa 40x effektiver als Social Media Kanäle.

Der Vorteil des E-Mail-Marketings liegen vor allem in der Tatsache, dass die E-Mail-Adresse, die Sie eingesammelt haben, auch tatsächlich Ihnen gehört. Ein Facebook-Fan oder ein Twitter-Follower bleibt Eigentum des Social Networks und kann genauso schnell wieder gelöscht werden. Die Netzwerke können auch Ihren kompletten Auftritt sperren oder löschen, dann sind auf einen Schlag alle Abonnenten verloren.

E-Mail-Nutzer können sich natürlich auch wieder vom Verteiler abmelden und das wird auch hin und wieder geschehen. Wenn Sie aber nicht alles falsch machen, haben Sie mit einem ausreichend großen und gezielten Adressverteiler eine wunderbare, konstante Möglichkeit, Interessenten anzusprechen, Traffic zu generieren und Kunden zu gewinnen.

Natürlich ist auch die E-Mail nicht das alleinseeligmachende Medium. Gerade bei jüngeren Zielgruppen ist die Erreichbarkeit eher eingeschränkt. Und die Interaktion findet eher „hinter verschlossenen Türen“ (im Posteingang der Empfänger) statt. Damit bleiben virale Effekte von vorne herein beschränkt.

Was sich also lohnt, ist eine Kombination der Kanäle. Streben Sie 2016 danach, über Ihre Website und die Social Media Kanäle E-Mail-Adressen zu generieren. Und versorgen Sie die Abonnenten dann regelmäßig mit interessanten, passenden Inhalten.

Übrigens: Melden Sie sich doch gleich zu meinem Newsletter an.

4. Bei YouTube einsteigen

Sind Sie bei YouTube aktiv? Wenn nein, wird es höchste Zeit. Zwar gehört die Videoplattform schon zu den Urgesteinen der Social Media und wächst seit Jahren wie Schaum. Die wirkliche Bedeutung erkennen Unternehmen aber erst in letzter Zeit. Das mag damit zusammenhängen, dass in den letzten 12 Monaten nochmal ein enormes Wachstum stattgefunden hat und YouTube nun tatsächlich das Fernsehen als Leitmedium abzulösen scheint, worüber bisher immer nur philosophiert wurde. Die (in Eigenregie und mit minimalen Mitteln erstellten) Videos mancher YouTuber erreichen schon mehr Menschen als die aufwändig produzierten Samstag Abend Shows im TV…

Auch die allgemeinen Fakten zu YouTube sind beeindruckend:

  • Pro Monat werden 6 Milliarden Stunden Videos angesehen
  • Pro Minute werden 100 Stunden Videomaterial hochgeladen
  • Die Zahl der geschlossenen Abonnements hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht

Das Tolle an YouTube: Die Einstiegshürden sind relativ gering. Ein ordentliches Equipment ist schon für ca. 1.000€ zu haben. Viel entscheidender sind die Idee und das Konzept. Auch bei YouTube heißt die Devise: Zielgruppengerechter Content netzwerkgerecht aufbereitet führt zum Erfolg.

Wenn Sie also 2016 mit YouTube-Marketing starten wollen, ist das sicher kein schlechter Vorsatz…

5. Eine Instagram-Strategie entwickeln

Neben YouTube gibt es vor allem eine Plattform, die man 2016 auf dem Schirm haben sollte: Instagram. Die Mischung aus App, Social Network und Bildplattform scheint anzukommen, mehr als 300 Millionen Menschen nutzen den Dienst mittlerweile. Gerade bei jungen Leuten hat Instagram längst Facebook als zentrale Social Media-Plattform abgelöst und von den reinen Nutzerzahlen her auch schon Twitter überholt.

Und auch Unternehmen interessieren sich mehr und mehr für Instagram. Zwar gibt es nach wie vor (zumindest in Deutschland) nur wenige Fallbeispiele von wirklich erfolgreichen Unternehmen bzw. Kampagnen, aber 2016 werden wir definitiv mehr davon sehen.

Haben Sie schon einen Plan, wie Sie mit Instagram umgehen wollen? Wenn nicht, sollten Sie sich darüber Gedanken machen. Der Jahresanfang eignet sich ja ziemlich gut dafür…

6. Mobile Marketing forcieren

Schon seit 2013 kommen wir um mobile Marketingmaßnahmen nicht mehr herum. Und 2014 haben die mobilen Endgeräte endgültig ihren Platz in der Gesellschaft eingenommen. Auf den meisten Websites beträgt der Anteil mobiler Nutzer mittlerweile 30-50%, oft sogar mehr.

Ich habe zur Demonstration mal ein (B2C-)Webprojekt ausgewertet. Der untersuchte Zeitraum ist für jedes Jahr der gleiche (Winter 2012, 2013 und 2014 im Vergleich). Von 2012 auf 2013 ist der Smartphone-Traffic um 229% gestiegen, der Tablet-Traffic um 253%. Von 2013 auf 2014 stieg der Smartphone-Traffic dann nochmal um 385%, der Tablet-Traffic um 305%. Mittlerweile macht der mobile Traffic insgsamt 54% aus.

mobile-traffic

Enorme Zuwächse beim mobilen Traffic

Sie werden künftig also nicht mehr drum herum kommen, sich darauf einzustellen. Das fängt bei der Einrichtung mobilfähiger (responsiver?) Websites an, geht über mobile Display-Kampagnen bis hin zu Apps und sonstigen mobilen Anwendungen. Aber auch generell sollten Sie sich auf die Bedürfnisse mobiler Nutzer einstellen. Kann man in Ihrem Ladenlokal einchecken? Sind die Telefonnummern auf Ihren responsiven/mobilen Websites klickbar? Finden mobile Nutzer auf einen Blick alles, was sie benötigen. 2016 ist das perfekte Jahr, sich diese und viele weitere Fragen zu stellen.

So, das sind meine sechs Vorschläge für gute Social Media-Vorsätze. Welche haben Sie sich gesetzt?



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Kommentare


Gute Vorsätze | Tims Blog 1. Januar 2015 um 20:04

[…] gute Vorsätze! Und mit diesem Text wäre dann schon Nummer zwei in Angriff genommen. Danke also an Felix Beilharz und seinen Text, den ich heute entdeckt […]

Antworten

500 pounds in one bite @ 02.01.2015 – ThatScaryDinosaur 2. Januar 2015 um 8:53

[…] 6 gute Social Media Vorsätze für 2015 – felixbeilharz.de […]

Antworten

Frank 2. Januar 2015 um 9:41

Kann deinem Beitrag nur zustimmen, bis auf instragram. Wir haben uns eine Unternehmensseite bei pinterest, nun auch noch instragram neben Facebook, Twitter, G+ und YouTube? Der Werdegang von instragram ist aber schon erstaunlich.

Antworten

Stefan 10. August 2016 um 15:22

Snapchat ist ja nun auch hierzulande angekommen und wird in Zukunft sicherlich auch eine gute Alternative bzw. Ergänzung zu den bestehenden Kanälen sein. Wichtig ist eben, sich natürlich in den sozialen Medien zu bewegen und die Aktivitäten den Eigenheiten, der Sprache, des jeweiligen Mediums anzupassen.

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