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11 erprobte YouTube-Formate für dein Marketing

YouTube gehört zu den größten und wichtigsten Social Media Kanälen überhaupt und liegt von der Userzahl her nur knapp hinter Facebook. Das Tolle bei YouTube: Selbst Menschen, die keine sozialen Medien nutzen, können auf die Videos stoßen, weil z.B. Google sie oft sehr prominent rankt. Damit liegt die potenzielle Reichweite wahrscheinlich höher als bei allen anderen Kanälen.

Der häufigste Fehler, den Unternehmen machen, ist, einfach den Imagefilm und vielleicht eine Handvoll Produktvideos hochzuladen und dann zu denken, sie hätten „YouTube gemacht.“

Ganz so einfach ist es leider nicht. Nicht umsonst hat der Kölner Rechtsanwalt und YouTube-Star Christian Solmecke auf der hashtag.business 2017 gesagt: „Das Video, was auf unserem YouTube-Kanal am schlechtesten funktioniert, ist unser Imagefilm. Sowas will einfach keiner sehen.“

Doch welche Videos könntest du dann posten? Welche Videos bringen denn mehr Views, mehr Interaktion, mehr Anfragen, mehr Umsatz?

In diesem Beitrag zeige ich dir 11 typische YouTube-Formate auf, die du für dein Marketing nutzen kannst.

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1. Frontalvideos / Talking Head Videos

Ein relative einfach zu erstellendes, aber sehr wirkungsvolles Format sind so genannte Talking Head- oder Frontalvideos. Wie der Name nahe legt, wird dabei einfach jemand gefilmt, wie er zur Kamera spricht. Inhalte können zum Beispiel Erklärvideos, aktuelle Themen, Stories aus dem Unternehmen oder das Beantworten von Nutzerfragen.

Damit solche Videos gut funktionieren, sollte unbedingt auf gutes Licht (Softboxen oder LED-Panels), guten Ton (am besten ein Krawattenmikro mit Aufnahmegerät) und ein ordentliches Bild (z.B. ein bis zwei DSLR-Kameras) geachtet werden.

2. Challenges

Gerade bei jungen YouTubern sind Challenges, also Herausforderungen, sehr beliebt. Üblicherweise stellt der eine dem anderen eine Challenge, die der Herausgeforderte dann lösen muss.

Christian Solmecke setzt das Challenge-Format mit seinem wöchentlichen #challengeWBS sehr schön um. Nutzer können ihm Rechtsfragen schicken. Die Challenge besteht darin, dass er in nur 3 Minuten so viele Fragen wie möglich beantworten muss.

3. Unboxing

Ein für Laien sehr schwer verständliches Format ist das Unboxing. Ja, es gibt (Millionen) Menschen, die anderen dabei zuschauen, wie sie etwas auspacken… Häufig dreht sich Unboxing um neue Technik-Gadgets, deren erstmaliges Entpacken ausgiebig zelebriert wird. Aber auch Schuhe, Haushaltsgeräte oder Kosmetikartikel werden geunboxt (heißt das so?).

Unternehmen können natürlich selbst Unboxing-Videos produzieren – idealerweise aber eher Kooperationen mit Kunden, YouTubern etc. eingehen und so Unboxing-Videos von Dritten aktiv fördern.

4. Bestenlisten / 10 Dinge…

Ein sehr beliebtes Format ist das Auflisten von Dingen, ähnlich wie man es aus Blogbeiträgen kennt (z.B. 11 erprobte YouTube-Formate ;-)). Solche Bestenlisten werden nicht nur von YouTubern gerne genutzt, auch Unternehmen können sich perfekt dieses Formats bedienen. Es bietet einen nachvollziehbaren Mehrwert, ist leicht zu konsumieren und wirkt klar strukturiert und damit einfach zu verstehen.

5. Interviews

Gerade für Unternehmen bieten sich Interview-Videos an. Dabei laden Unternehmen zum Beispiel andere Unternehmen ein, um ein gemeinsames Video im Interview-Format zu erstellen. Aber auch unternehmensintern können Interviews durchgeführt werden – z. B. mit dem Vorstand, Azubis oder anderen Mitarbeitern. In diesen Fällen eignen sich die Videos vor allem für das Employer Branding.

Fakten zu YouTube
  • Über 1,9 Mrd. monatlich aktive Nutzer
  • Über 1 Mrd. Stunden täglicher Video-Viewtime
  • Verfügbar in 91 Ländern und 80 Sprache
  • 39% der Deutschen schauen mindestens wöchentlich Videos auf Portalen, vor allem YouTube (83% bei den 14-29-Jährigen)

6. ASMR

ASMR ist eines dieser Formate, die Außenstehende mit offenem Mund und sprachlos zurücklässt. Kurz erklärt: Es handelt sich um leise Geräusche oder auch Flüstern, das sich Menschen anschauen, um z.B. besser einzuschlafen oder sich nicht so einsam zu fühlen. Was erst einmal absurd klingt, erreicht teilweise Aufrufe im zweistelligen Millionenbereich.


Wie soll man denn DARAUS bitte Marketing machen?? In meinen Seminaren ernte ich bei dieser Frage immer erstmal leere Blicke – das geht doch nun wirklich nicht :-D.

Aber wie immer gilt: Alle sagen, es geht nicht, bis einer kam und es gemacht hat. In diesem Fall Hornbach. Grandios.


(Übrigens eine ganze Reihe von Videos mit diversen Materialien).

7. Follow me around

Ein Follow me around ist relativ leicht umzusetzen. Überwiegend wird es von YouTubern genutzt, die z.B. ihr Zuhause oder ihre Arbeitsstelle zeigen, natürlich immer verfolgt von der Kamera. Warum aber nicht einmal im Rahmen des Employer Branding Azubis losschicken, die ihre Arbeitsstätte vorstellen? Oder einen Influencer durch die Urlaubs-Anlage schicken?

8. Kooperationen

Kooperationen würden die Reichweite von Unternehmen deutlich erhöhen, werden aber nur sehr selten umgesetzt. Hier spielt wahrscheinlich das althergebrachte Konkurrenzdenken eine Rolle – bloß keinem Wettbewerber etwas von der eigenen Reichweite abgeben. Dabei sollte man von den YouTubern längst gelernt haben: von Kooperationen profitieren beide.

Der bereits erwähnte Rechtsanwalt Christian Solmecke hat beispielsweise bereits mehrere Videos mit dem Patentanwalt Rolf Claessen produziert. So erhalten beide frischen Content, erschließen neue Zielgruppen und sorgen für Wachstum auf ihren Kanälen.

9. Let’s play

In der Gaming-Szene sind Let’s Play-Videos extrem beliebt. Viele der heute großen und bekannten YouTuber haben als Let’s Player angefangen. Was ist Let’s Play? Nun, in Kürze: Ein YouTuber spielt ein Computerspiel, zeichnet sein Spiel auf und kommentiert es mehr oder weniger lustig. Das Ganze erfolgt entweder als Livestream (z.B. bei YouTube oder Twitch) oder eben als reguläres Video. Sowas guckt sich doch keiner an? Nun, da lohnt sich z.B. mal ein Blick auf die Aufrufzahlen des wohl bekanntesten deutschen Let’s Players Gronkh. Seine Videos (die im Schnitt 20-40 Minuten dauern) wurden ingesamt knapp 3 Milliarden Mal angesehen… Und er ist nur einer von vieeelen.

Was können Unternehmen daraus machen? Bei entsprechender Zielgruppe und Thema vieles… z.B. sponsern von Let’s Playern, Ausrichten von entsprechenden Events, etc. Seid kreativ.

10. Q&A

Frage- und Antwort-Formate sind für eigentlich alle Social Media-Kanäle ein tolles Format. Egal ob Podcast, Livestream auf Facebook, Insta-Stories oder eben YouTube-Videos – das Beantworten von Kundenfragen schafft Mehrwert und ist recht einfach zu produzieren.

Die Fragen können dazu entweder aktiv von den Zuschauern eingefordert werden oder natürlich auch aus dem Unternehmen heraus generiert werden, z.B. über den Service/Support, den Vertrieb oder sonstige Kunden-Touchpoints.

11. X vs. Y

Auch das Vergleichen zweier ähnlicher oder komplementärer Produkte / Dinge hat eine lange Tradition auf YouTube. Dabei könnten zwei Produkte aus dem eigenen Portfolio verglichen werden, aber auch (wer sich traut) das eigene Produkt mit dem der Konkurrenz).

Auch weitergehende Formate mit X vs. Y denkbar. Ich fand z.B. den YouTube-Kanal Strength Wars sehr cool. Dort treten Sportler verschiedener Disziplinen gegeneinander an, z.B. Bodybuilder vs. Strongman, Powerlifter vs. Street Workout etc. Auch dieses Format ist übertragbar, z.B. auf eine Challenge „Maschinenbauer vs. Mechatroniker“ im Bereich Employer Branding.

Das ist übrigens die wahre Kunst: Nicht, solche Beispiele 1:1 nachzumachen, sondern „hinter die Kulissen“ zu blicken und die Prinzipien auf das eigene Unternehmen zu übertragen.

Auf meinem eigenen YouTube-Kanal war es in letzter Zeit zwar etwas ruhiger, aber Folgen lohnt sich natürlich trotzdem, denn es könnte die Ruhe vor dem Sturm sein 😉 

Mehr davon?

Ganze 6 weitere Formate (u.A. Tutorials, Hauls und 360-Grad-Videos) mit konkreten Beispielen und Umsetzungs-Ideen sowie eine Checkliste findest du im Online Marketing Insider Bereich. Und zusätzlich 22h weitere Marketing-Videos und vieles mehr.

 

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