14.03.2025

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Künstliche Intelligenz (KI) ist nur so gut wie die Anweisungen, die du ihr gibst. Egal, ob du ChatGPT, Claude oder eine andere generative KI nutzt – das richtige Prompting entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.

90 % aller schlechten KI-Antworten sind auf mangelhafte Prompts zurückzuführen – nicht auf die KI selbst!

Doch wie formuliert man einen perfekten Prompt? Genau dafür habe ich das REIZBAR Prompt Framework entwickelt. Es sorgt dafür, dass du mit klaren, strukturierten und effektiven Prompts die besten KI-Ergebnisse erzielst.

In diesem Artikel erfährst du:

✅ Wie du mit dem REIZBAR Framework präzisere und leistungsstärkere Prompts schreibst.
✅ Welche Profi-Techniken dein KI-Output um bis zu 300 % verbessern.
✅ Wie du mit kleinen Tricks (die fast niemand kennt) bessere Antworten bekommst als 90 % aller Nutzer.

Das REIZBAR Prompt Framework im Überblick

Lass uns Schritt für Schritt durch das Framework gehen, damit du sofort bessere Resultate bekommst.

Das Wort REIZBAR steht als Akronym für die sieben essenziellen Bestandteile eines guten Prompts:

Rolle – Wer oder was soll die KI sein?
Ergebnis – Was genau erwartest du als Endergebnis?
Inhalt – Welche spezifischen Anforderungen gibt es?
Zielgruppe – Für wen ist der Output gedacht?
Beispiele – Gibt es Vorlagen oder Inspirationen?
Auftragsklärung – Braucht die KI noch mehr Informationen?
Revision – Wie kannst du den Output optimieren?

Bessere Prompts mit dem REIZBAR Prompt Framework

Jede dieser Komponenten verbessert die KI-Ausgabe erheblich. Lass uns tiefer eintauchen.

1. Rolle – Gib der KI eine Identität

KI-Systeme liefern bessere Antworten, wenn sie eine klare Rolle zugewiesen bekommen. Eine vage Anweisung wie „Erkläre mir ETFs“ führt zu oberflächlichen Ergebnissen.

❌ Ergebnis: Eine allgemeine Antwort, die dir wenig nützt.

Besser:
"Agiere als weltbester Finanzberater mit besonderer Spezialisierung auf ETFs und Anlagestrategien."

Warum das funktioniert? Weil die KI in eine konkrete Rolle schlüpft und ihr Wissen auf diesen Bereich fokussiert.

🔥 Bonus-Tipp:
Du kannst die Rolle noch weiter verfeinern:
"Antworte als Finanzberater mit 20 Jahren Erfahrung, der sich auf ETF-Investments für Studierende spezialisiert hat."

🔥 Bonus-Tipp:
Nutze berühmte Persönlichkeiten als Rollen-Vorlage!
"Antworte wie Warren Buffett in einem Interview mit der New York Times."

Je genauer die Rollenzuweisung, desto präziser der Output!

2. Ergebnis – Definiere genau, was du willst

Die meisten Prompts sind zu ungenau. Einfach nur nach einer Antwort zu fragen, reicht nicht. Du solltest genau festlegen, welches Format, welchen Umfang und welche Struktur das Ergebnis haben soll.

Schlechtes Beispiel:
"Schreibe einen Beitrag über ETFs."

❌ Die KI weiß nicht, ob du einen kurzen Überblick, eine tiefgehende Analyse oder eine Vergleichstabelle willst.

Gutes Beispiel:
"Erstelle einen 800-Wörter-Leitfaden zur Geldanlage in ETFs, der als kostenloser Download für unsere Website dient."

Die KI weiß jetzt genau, was sie produzieren soll – kein Ratespiel mehr!

🔥 Bonus-Tipp:
Füge eine Zweckbestimmung hinzu:
"Der Leitfaden soll Anfängern helfen, ETFs zu verstehen und ihre ersten Investments zu tätigen."

🔥 Bonus-Tipp:
Gib ein Output-Format vor!
📌 "Fasse es in 5 Punkten zusammen."
📌 "Erstelle eine Tabelle mit Vor- und Nachteilen."

Das macht den Output noch zielgerichteter.

3. Inhalt – Detaillierte Vorgaben bringen bessere Ergebnisse

Hier wird dein Prompt richtig stark! Gib der KI klare Anweisungen zu

Stil, Struktur und Details.

Stil: "Schreibe im lockeren, aber kompetenten Stil von Finanzfluss."
Struktur: "Nutze das AIDA-Modell in der Einleitung, verwende viele Zwischenüberschriften, Tabellen und Aufzählungen."
Detaillierung: "Erläutere die Vor- und Nachteile von ETFs im Vergleich zu klassischen Fonds."

🔥 Bonus-Tipp:
Nutze bestimmte Textbausteine, die die KI besonders gut versteht:

📌 "Vermeide folgende Begriffe:" (um Missverständnisse zu verhindern)
📌 "Nutze eine neutrale, faktenbasierte Sprache ohne reißerische Formulierungen."
📌 "Ergänze Beispiele, die speziell für Studierende relevant sind."

So wird der Text genau so, wie du ihn brauchst.

4. Zielgruppe – Der richtige Ton für das richtige Publikum

Ein Profi-Bericht für Investoren klingt anders als ein Einsteiger-Guide für Studierende.

Schlechtes Beispiel:
"Schreibe einen Text über ETFs."

Gutes Beispiel:
"Der Text richtet sich an Studierende und junge Erwachsene, die noch keine Erfahrung mit Investitionen haben. Er soll leicht verständlich, motivierend und praxisnah sein."

Mit dieser Angabe kann die KI den Ton und die Wortwahl optimal anpassen.

🔥 Bonus-Tipp:
Falls du eine ganz bestimmte Zielgruppe hast, kannst du auch eine Persona definieren:
"Schreibe für Lisa, 22, BWL-Studentin, die erstmals Geld investieren will."

Das macht die Antwort oft noch passender!

5. Beispiele – Zeige der KI, was du erwartest

KI liebt gute Vorlagen. Je mehr du ihr gibst, desto besser werden die Ergebnisse.

Beispiel:
"Nutze folgende Struktur als Orientierung, aber verbessere sie dort, wo es nötig ist:"

Dann kannst du eine bestehende Vorlage anhängen oder den Stil eines bestimmten Autors vorgeben.

🔥 Bonus-Tipp:
Markiere Beispiele mit Sonderzeichen, damit die KI sie sicher erkennt:
📌 ### für Abgrenzungen
📌 <beispiel> für spezifische Inhalte

6. Auftragsklärung – Lass die KI prüfen, ob sie alle Infos hat

Viele Fehler passieren, weil die KI nicht alle Details hat. Frage einfach vorher nach!

"Bevor du startest: Fehlen dir noch Informationen oder hast du noch Fragen?"

🔥 Bonus-Tipp:
Versuche spielerische oder emotionale Anreize, um bessere Ergebnisse zu bekommen:

💡 Motivation: „Wenn du einen wirklich herausragenden Leitfaden erstellst, gibt’s ein virtuelles Trinkgeld!“ / "Schreibe so, als müsstest du dein Ergebnis vor einem Experten-Gremium verteidigen."

💡 Erpressung: „Wenn das Ergebnis nicht top ist, stelle ich dich nicht ein!“

💡 Emotion: "Wenn du ein erstklassiges Ergebnis lieferst, machst du mich damit unendlich glücklich." 

So seltsam es klingt – das kann tatsächlich die KI-Leistung verbessern!

7. Revision – Optimiere das Ergebnis schrittweise

Schlechte Nutzer: Kopieren einfach das erste KI-Ergebnis.
Profis: Überarbeiten es gezielt!

Das erste KI-Ergebnis ist selten perfekt. Nutze iterative Überarbeitungen:

"Überarbeite den Text: Mache die Einleitung emotionaler, kürze lange Absätze und füge am Ende eine Zusammenfassung mit fünf Kernpunkten hinzu."

Prüfe außerdem:
Logische Konsistenz (Sind alle Aussagen sinnvoll?)
Faktencheck (Sind die Informationen korrekt?)
Formatierung (Sind Absätze und Aufzählungen gut lesbar?)

🔥 Bonus-Tipp:
Lass die KI sich selbst verbessern:
"Schau dir deinen Text an und optimiere ihn, bis er wirklich überzeugt."

Fazit: So nutzt du das REIZBAR Prompt Framework optimal

Mit dem REIZBAR Prompt Framework kannst du aus jeder KI das Maximum herausholen. Wenn du diese sieben Schritte befolgst, erhältst du bessere, präzisere und professionellere Ergebnisse als 90 % der Nutzer.

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Felix Beilharz

Über den Autor

Felix Beilharz ist "einer der führenden Berater für Online- und Social Media Marketing" (RTL) und "gehört zu den besten Rednern Deutschlands" (WAZ).

Seit 2002 ist Felix im Online-Marketing unterwegs. Er hat Vorträge, Seminare und Workshops in 18 Ländern gehalten, 11 Bücher geschrieben und zählt 22 der 100 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands zu seinen Kunden.

Die Influencer-Analyseplattform Favikon rankt ihn als den einflussreichsten deutschen Experten im Digitalen Marketing. Über 110.000 Menschen folgen ihm in den sozialen Medien.

Felix unterrichtet an mehreren Hochschulen in Deutschland und der Schweiz und ist regelmäßig als Experte in TV, Radio und Print-Medien zu Gast.


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  1. Kann man so sehen. Oder der Mensch eignet sich einfach die beschränkte Sprache der Maschinen an. Da verdummen wir halt.
    Ist wie das Experiment mit dem Baby und dem Babyaffe. Der Affe wurde wie das Baby erzogen und sollte dadurch sprechen lernen. Stattdessen hat das Baby die Affenlaute gelernt. Immerhin wurde das Experiment dann aus ethischen Gründen abgebrochen.
    So oder so, nette Anleitung. Aber keine Ethik erkennbar.

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