Bekannt aus:

28.04.1414

17 Kommentare

Ich mache jetzt seit etwa 13 Jahren Online-Marketing. In den ersten Jahren war auch alles gut. Neue Kanäle und Möglichkeiten kamen und gingen, und jeder hat eben sein Ding gemacht. Damals habe ich mich mit der SEO-Branche noch nicht aktiv beschäftigt, eine Social Media Branche gab es noch überhaupt nicht.

Das Schöne daran war: Alles war lebendig.

Erst seit etwa zwei bis drei Jahren fällt mir auf, dass etwa alle paar Wochen irgend ein Kanal, Trend, Thema oder Konzept totgesagt wird. Hierzu ein paar Beispiele, die Sie vermutlich schon einmal irgendwo gelesen haben:

Was ist alles tot?

  • SEO ist tot
  • Social Media ist tot
  • E-Mail (Marketing) ist tot
  • Content Marketing ist tot
  • Facebook ist tot
  • Blogging ist tot
  • Affiliate Marketing ist tot
  • Web Analytics ist tot
  • Remarketing ist tot
  • Gastartikel sind tot
  • Infografiken sind tot
  • Mobile ist tot
  • Google+ ist tot
  • Linkaufbau ist tot

So ein Blödsinn

Wahrscheinlich ist das eine zwangsläufige Entwicklung. Je mehr Zeitschriften, Medien, Blogs und Websites online um Besucher buhlen, desto reisserischer müssen die Überschriften werden. Und ein „Social Media ist tot“ funktioniert einfach besser als „Social Media funktioniert immer noch super, wird sich auch die nächsten Jahre nicht ändern“.

Was mir auch auffällt: Das ganze Totgesage findet überwiegend in Fachmedien statt, einfach deswegen, weil die Experten dem „normalen“ Markt mehrere Jahre voraus sind. Während sich also das handelsübliche KMU gerade damit beschäftigt, ob und wie man Content Marketing ins eigene Unternehmen etablieren kann, ist Content Marketing für die Experten schon tot.

Also

Kümmern Sie sich nicht drum, was tot ist bzw. totgesagt wird. Wenn etwas funktioniert, machen Sie mehr davon und halten Sie gleichzeitig die Augen offen, was gerade so Neues entsteht. Das ist der einfachste Weg zum Erfolg.


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  1. Hi Felix,

    Danke für die Aufklärung… dabei dachte ich gestern im Internet gelesen zu haben, dass „XYZ ist tot“ Artikel tot sind.

    Oder irre ich mich da?

    Vorzüglichste Grüße,
    Sebastian 😉

  2. Ich glaube nicht, dass „totsagen“ deswegen thematisiert wird, weil die Experten der Zeit voraus sind. Vielmehr brauchen Medien vermeintlich dicke Aufhänger, damit sie weiterhin gelesen werden und im Gespräch bleiben („Hier, da stand doch in [Magazin deiner Wahl einsetzen], dass …“). Welches Medium ist schon vermeintlich relevant, wenn es allzeit sendet „Alles ist gut“ …

    Für mich sind Menschen, die solche Panikmache mit Tweets, Posts, whatever unreflektiert unterstützen, ganz schwer auf Bildzeitungsniveau.

  3. Ich bin mir nicht sicher, was ich von einem „Alles ist tot“-Rant halten soll.
    Sehr unreflektierte Kritik einer Unzahl von Artikeln, die oft Daten enthalten, die dokumentieren, dass gewisse Praktiken nicht mehr funktionieren. Wenn die Daten fundiert sind, erspart das oft viel Geld und Mühe, daher halte ich den Rat im letzten Absatz für Schwachsinn. Natürlich sollte man sich darum kümmern was tot ist – warum sollte man z.B. Social Bookmarks kaufen, wenn diese tot sind – d.h. nichts mehr bringen?
    Es gibt viele Artikel, die wie dieser, nur Rants sind, aber es gibt auch viele Artikel die auf jahrelanger Erfahrung basieren und mit Zahlen und Fakten punkten können. Diese wegzuwischen, zeigt nicht von Expertise, also Vorsicht bei Montag-Morgen Rants.
    Also, wo sind die Daten, die

  4. Hallo Felix,

    genau! Machen wir so lange weiter, bis selbst der letzte Spartensender der Öffentlich-Rechtlichen der Meinung ist, er könne nicht selbst ein Konto auf Facebook, Twitter und Co. anlegen und dort und hier ein paar Links verscherbeln. Content `Marketing´ als Abschreibungsmethode für sprudelnde Gewinne wo auch immer, so lange bis wir Champus kotzen. Läuft ja immer weiter, hat schon m(d)eine Mama gesagt 😉

    Grüße

    Gretus

  5. Es liegt in der Natur der Sache von Zeit zu Zeit Dinge tot zu schreiben. Wenn nichts mehr sterben würde, könnte nichts Neues mehr entstehen. Es ist ein ewiger journalistischer Kreislauf aus werden und vergehen. Oder wer hätte Otto Rehagel mit Libero-System den Europameister mit Griechenland zu getraut? – Nur weil etwas funktioniert, heißt dies noch lange nicht das es populär ist. Wie oft wurden Webkataloge schon totgeschrieben. Und doch gibt es noch einige handverlesene Verzeichnisse, wo sich ein Eintrag durchaus noch lohnt. Die Wahrheit ist: Es gibt in allen Bereichen Dinge, die noch sehr noch sehr gut funktionieren. Klasse statt Masse lautet hierbei die Devise. Wer gezielt auf Qualität setzt, wird auch langfristig mit allen Mitteln erfolgreich sein. Wer nur jedem neuen Hype unreflektiert hinterherläuft, wird jedoch die Spreu ernten und nicht den erhofften Weizen.

  6. lol…

    naja Felix, alles muss ja mal sterben um sich dann eventuell auch mit neuem Namen wie der Phoenix aus der Asche zu erheben … Geschichtsbücher sind voll von Toten 😉

  7. Hallo Felix,

    ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich vor so ziemlich genau zwei Jahren einen Mini-Artikel mit dem Titel …Flash ist tot… veröffentlicht hatte und damit relativ zügig unter den ersten 3 Plätzen bei Google stand. Einige Tage später kam dann in der Suchmaschine gleich hinter meinen Eintrag die Antwort von Adobe Deutschland: Flash ist nicht tot.
    Ein Link mit eher negativem Ankertext aus dem damals noch existierenden adobe-solutions.de-Blog auf einen älteren gut rankenden Artikel von mir zeigte, dass meine Aussage wohl nicht so gut ankam. 🙂

    Genauso sterben heute immer andere Bereiche. Resonanz gibt es jedesmal. Man will meines Erachtens mit solchen Aussagen doch nur mal eben schauen, wie die Stimmung so ist.
    Wenn sich dann aber zum wiederholten Male eine Geisterstadt bei Google+ auftut, wird es langweilig. Und doch funktionieren diese Beiträge immer noch als Linkbait.

    Mit besten Grüßen
    Elvis Steve 🙂

  8. Ich denke auch, dass immer mehr Überschriften von Zeitschriften gewählt werden, die den Leser aufmerksam machen. Immer wieder stellt man dann fest, dass die Überschrift völlig vom Inhalt des Artikels abweicht. Beim Thema Online Marketing, Suchmaschinenoptimierung, Social Media etc. sind wir noch lange nicht am Höhepunkt angelangt, geschweige denn beim Tot.

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