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Alles ist tot!

Ich mache jetzt seit etwa 13 Jahren Online-Marketing. In den ersten Jahren war auch alles gut. Neue Kanäle und Möglichkeiten kamen und gingen, und jeder hat eben sein Ding gemacht. Damals habe ich mich mit der SEO-Branche noch nicht aktiv beschäftigt, eine Social Media Branche gab es noch überhaupt nicht.

Das Schöne daran war: Alles war lebendig.

Erst seit etwa zwei bis drei Jahren fällt mir auf, dass etwa alle paar Wochen irgend ein Kanal, Trend, Thema oder Konzept totgesagt wird. Hierzu ein paar Beispiele, die Sie vermutlich schon einmal irgendwo gelesen haben:

Was ist alles tot?

  • SEO ist tot
  • Social Media ist tot
  • E-Mail (Marketing) ist tot
  • Content Marketing ist tot
  • Facebook ist tot
  • Blogging ist tot
  • Affiliate Marketing ist tot
  • Web Analytics ist tot
  • Remarketing ist tot
  • Gastartikel sind tot
  • Infografiken sind tot
  • Mobile ist tot
  • Google+ ist tot
  • Linkaufbau ist tot

So ein Blödsinn

Wahrscheinlich ist das eine zwangsläufige Entwicklung. Je mehr Zeitschriften, Medien, Blogs und Websites online um Besucher buhlen, desto reisserischer müssen die Überschriften werden. Und ein „Social Media ist tot“ funktioniert einfach besser als „Social Media funktioniert immer noch super, wird sich auch die nächsten Jahre nicht ändern“.

Was mir auch auffällt: Das ganze Totgesage findet überwiegend in Fachmedien statt, einfach deswegen, weil die Experten dem „normalen“ Markt mehrere Jahre voraus sind. Während sich also das handelsübliche KMU gerade damit beschäftigt, ob und wie man Content Marketing ins eigene Unternehmen etablieren kann, ist Content Marketing für die Experten schon tot.

Also

Kümmern Sie sich nicht drum, was tot ist bzw. totgesagt wird. Wenn etwas funktioniert, machen Sie mehr davon und halten Sie gleichzeitig die Augen offen, was gerade so Neues entsteht. Das ist der einfachste Weg zum Erfolg.



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Kommentare


Sebastian Socha 28. April 2014 um 8:22

Hi Felix,

Danke für die Aufklärung… dabei dachte ich gestern im Internet gelesen zu haben, dass „XYZ ist tot“ Artikel tot sind.

Oder irre ich mich da?

Vorzüglichste Grüße,
Sebastian 😉

Antworten

admin 28. April 2014 um 8:43

Ich hab meinen Artikel schon am Samstag geschrieben, also vor diesem ominösen „Tot-Artikel sind Tot“-Artikel 😀

Antworten

Maik 28. April 2014 um 8:27

Ich glaube nicht, dass „totsagen“ deswegen thematisiert wird, weil die Experten der Zeit voraus sind. Vielmehr brauchen Medien vermeintlich dicke Aufhänger, damit sie weiterhin gelesen werden und im Gespräch bleiben („Hier, da stand doch in [Magazin deiner Wahl einsetzen], dass …“). Welches Medium ist schon vermeintlich relevant, wenn es allzeit sendet „Alles ist gut“ …

Für mich sind Menschen, die solche Panikmache mit Tweets, Posts, whatever unreflektiert unterstützen, ganz schwer auf Bildzeitungsniveau.

Antworten

Maike Thöne 28. April 2014 um 8:32

Danke für diesen herrlich ehrlichen Beitrag!

Antworten

Andreas Ostheimer 28. April 2014 um 9:45

Ich bin mir nicht sicher, was ich von einem „Alles ist tot“-Rant halten soll.
Sehr unreflektierte Kritik einer Unzahl von Artikeln, die oft Daten enthalten, die dokumentieren, dass gewisse Praktiken nicht mehr funktionieren. Wenn die Daten fundiert sind, erspart das oft viel Geld und Mühe, daher halte ich den Rat im letzten Absatz für Schwachsinn. Natürlich sollte man sich darum kümmern was tot ist – warum sollte man z.B. Social Bookmarks kaufen, wenn diese tot sind – d.h. nichts mehr bringen?
Es gibt viele Artikel, die wie dieser, nur Rants sind, aber es gibt auch viele Artikel die auf jahrelanger Erfahrung basieren und mit Zahlen und Fakten punkten können. Diese wegzuwischen, zeigt nicht von Expertise, also Vorsicht bei Montag-Morgen Rants.
Also, wo sind die Daten, die

Antworten

Andreas Ostheimer 28. April 2014 um 9:46

zeigen, dass diese Artikel zu einem Großteil nicht wahr sind und nichts bringen. Gibt es nicht? Tja, dann sind wir hier auch im Bereich der Spekulationen und Marketing-Gags.

Antworten

Gretus 28. April 2014 um 9:53

Hallo Felix,

genau! Machen wir so lange weiter, bis selbst der letzte Spartensender der Öffentlich-Rechtlichen der Meinung ist, er könne nicht selbst ein Konto auf Facebook, Twitter und Co. anlegen und dort und hier ein paar Links verscherbeln. Content `Marketing´ als Abschreibungsmethode für sprudelnde Gewinne wo auch immer, so lange bis wir Champus kotzen. Läuft ja immer weiter, hat schon m(d)eine Mama gesagt 😉

Grüße

Gretus

Antworten

Gretus 28. April 2014 um 10:03

Hi,

hier noch ein Nachtrag, man kann es auch bedeutend einfacher sagen: http://www.youtube.com/watch?v=S5SuJAjfsCs#t=2m37s 😉

Grüße

Gretus

Antworten

Wolfgang Anton Jagsch 28. April 2014 um 10:21

Es liegt in der Natur der Sache von Zeit zu Zeit Dinge tot zu schreiben. Wenn nichts mehr sterben würde, könnte nichts Neues mehr entstehen. Es ist ein ewiger journalistischer Kreislauf aus werden und vergehen. Oder wer hätte Otto Rehagel mit Libero-System den Europameister mit Griechenland zu getraut? – Nur weil etwas funktioniert, heißt dies noch lange nicht das es populär ist. Wie oft wurden Webkataloge schon totgeschrieben. Und doch gibt es noch einige handverlesene Verzeichnisse, wo sich ein Eintrag durchaus noch lohnt. Die Wahrheit ist: Es gibt in allen Bereichen Dinge, die noch sehr noch sehr gut funktionieren. Klasse statt Masse lautet hierbei die Devise. Wer gezielt auf Qualität setzt, wird auch langfristig mit allen Mitteln erfolgreich sein. Wer nur jedem neuen Hype unreflektiert hinterherläuft, wird jedoch die Spreu ernten und nicht den erhofften Weizen.

Antworten

ContentKing 28. April 2014 um 11:13

Du hast Infografiken vergessen…. Die sind auch total tot! 😉

Beste Grüße
Nico

Antworten

admin 28. April 2014 um 11:25

Die sind so tot, an die hab ich schon gar nicht mehr gedacht *g*. Aber stimmt, hab ich ergänzt, danke 🙂

Antworten

manfred 28. April 2014 um 11:51

lol…

naja Felix, alles muss ja mal sterben um sich dann eventuell auch mit neuem Namen wie der Phoenix aus der Asche zu erheben … Geschichtsbücher sind voll von Toten 😉

Antworten

Steve Naumann 28. April 2014 um 22:11

Hallo Felix,

ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich vor so ziemlich genau zwei Jahren einen Mini-Artikel mit dem Titel …Flash ist tot… veröffentlicht hatte und damit relativ zügig unter den ersten 3 Plätzen bei Google stand. Einige Tage später kam dann in der Suchmaschine gleich hinter meinen Eintrag die Antwort von Adobe Deutschland: Flash ist nicht tot.
Ein Link mit eher negativem Ankertext aus dem damals noch existierenden adobe-solutions.de-Blog auf einen älteren gut rankenden Artikel von mir zeigte, dass meine Aussage wohl nicht so gut ankam. 🙂

Genauso sterben heute immer andere Bereiche. Resonanz gibt es jedesmal. Man will meines Erachtens mit solchen Aussagen doch nur mal eben schauen, wie die Stimmung so ist.
Wenn sich dann aber zum wiederholten Male eine Geisterstadt bei Google+ auftut, wird es langweilig. Und doch funktionieren diese Beiträge immer noch als Linkbait.

Mit besten Grüßen
Elvis Steve 🙂

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Gerüchteküche: Was wird aus Google+? | Seosweet 30. April 2014 um 7:07

[…] Ich glaube nicht, dass Google sein “soziales Netzwerk” einstampfen wird, dazu ist der Nutzen (für Google) einfach zu groß. Das Schicksal von Google Buzz und Wave dürfte sich also nicht genauso wiederholen. Dennoch ist es schon seit langem absehbar, dass die Marke Google+ immer mehr in den Hintergrund rückt und stattdessen die einzelnen Anwendungen stärker vermarktet werden, sodass Google+ als Plattform zurückbleibt. Ich bin ein Freund dieser Theorie. Die Ausrichtung geht ganz klar mehr Richtung mobile, was ein Grund dafür sein könnte, dass die Hoheit für Hangouts ans Android Team wechselt, falls das denn stimmt. Ich bin jedenfalls sehr gespannt wie es weitergeht. Die relativ große mediale Diskussion über das aus für Google+ haben mich etwas irritiert, denn das was gerade passiert ist nicht unbedingt etwas was vollkommen unerwartet kommt, finde ich jedenfalls. Also, Google+ ist nicht tot, oder wie Felix Beilharz es formuliert hat: So ein Blödsinn! […]

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