02.08.2121

2 Kommentare

LinkedIn ist einer der wichtigsten Social Media Kanäle aktuell. Über 756 Millionen Menschen nutzen LinkedIn weltweit und über 16 Millionen in Deutschland - jeden Monat! 

Aber hast du gewusst, dass LinkedIn eine ganze Reihe versteckter Funktionen bereithält, die sehr nützlich für das eigene Social Networking, Marketing oder die Karriere sein können? 

In diesem Blogbeitrag zeige ich dir 11 sehr nützliche, aber recht gut versteckte Funktionen von LinkedIn. Wetten, du kennst sie noch nicht alle?

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1. Gestalte deinen eigenen Newsfeed

Wie alle Social Networks nutzt auch LinkedIn Algorithmen, um dir im Newsfeed den relevantesten und besten Content anzuzeigen. Aber dadurch siehst du natürlich auch sehr vieles NICHT, denn der Algorithmus hat ja bereits für dich entschieden. 

Bei LinkedIn kannst du das aber ändern und dir statt der (laut LinkedIn Algorithmus) relevantesten Beiträge einfach chronologisch alle neuen Beiträge deiner Kontakte oder Unternehmen, denen du folgst, anzeigen lassen.

Du kannst die Auswahl einfach im Feed rechts oben unter "Sortieren nach" treffen. Allerdings scheint es diese Auswahl nur am Desktop, nicht in der App zu geben.

2. Warum sehe ich diese Werbung?

Ähnlich wie auch Facebook zeigt LinkedIn dir seit einiger Zeit an, warum du Werbenanzeigen in deinem Newsfeed siehst. Beziehungsweise genauer, was diese Ad targetiert hat, um dich zu "erwischen". 

Klicke dafür einfach bei einer Werbenazeige (erkennbar an dem Hinweis "Anzeige") auf die drei kleinen Punkte rechts oben und dann auf "Warum sehe ich diese Anzeige?"

Dann siehst du die Kriterien, die das Unternehmen genutzt hat, um dich zu erreichen, z.B. deinen Standort, deine Berufsbezeichnung, deine Unternehmensgröße oder die Branche. Im ersten Schritt siehst du das Kriterium - wenn du dann dort drauf  klickst, siehst du, was genau bei dir zutrifft. 

3. Werbe-Interessen ändern

A propos Werbung: Genau wie Facebook verwendet LinkedIn deine Aktivitäten auf LinkedIn und externen Quellen (Bing), um Interessen zu bilden und dir passende Werbung anzuzeigen. Wenn du aber damit, wie gut die Werbung zu deinen tatsächlichen Interessen passt, nicht zufrieden bist, kannst du einzelne Interessen entfernen (oder LinkedIn komplett das Personalisieren von Werbung verbieten, was allerdings nicht zu weniger, sondern nur zu irrelevanterer Werbung führt). 

Die Möglichkeit dafür findest du in den Einstellungen (sowohl in der App als auch am Desktop) unter "Einstellungen" --> "Anzeigendaten" --> .Interessenskategorien".

Hier kannst du nun einzelne Einstellungen abwählen oder komplett die Nutzung von Interessenskategorien verbieten (mit den gerade genannten Folgen). 

4. Creator-Modus

Wenn es dir bei LinkedIn eher um den Aufbau einer Followerschaft ähnlich wie bei Instagram) bzw. um deine Positionierung als Business-Influencer geht, dann ist der neue Creator-Modus das Richtige für dich. 

Wenn die Funktion bei dir schon ausgerollt ist, findest du die Option dafür auf deiner Profilseite unter "Creator-Modus". Wenn du ihn auswählst, passiert Folgendes: 

  • die Option "Folgen" wird als primäre Netzwerk-Funktion eingestellt, anstelle der üblichen "Vernetzen"-Funktion
  • du kannst fünf Hashtags definieren, zu denen du Content erstellst und für die du besser auffindbar sein willst
  • die Anzahl deiner Follower wird prominenter angezeigt
  • dein Profil wird umgestellt, die Bereiche "Vorgestellt" und "Aktivitäten" werden höher platziert
  • bei den Aktivitäten werden nur noch eigene Beiträge, keine Likes oder Kommentare mehr aufgenommen - der Fokus liegt also mehr auf deinem Content

Ganz nebenbei reduzieren sich durch die Umstellung von "Vernetzen" auf "Folgen" auch die nervigen LinkedIn-Spam-Anfragen erheblich. 

5. Der Social Selling Index (SSI)

Ein nettes LinkedIn-Tool, um deine Aktivitäten und Erfolge zu überprüfen, ist der Social Selling Index (SSI). Dabei handelt es sich um einen Wert zwischen 0 und 100 (die Älteren von euch werden sich an den Kloutscore erinnern...), der sich aus vier Bereichen zusammensetzt: 

  • wie gut deine Personal Brand bereits aufgebaut ist
  • wie professionell du Tools zum Auffinden von Personen nutzt
  • wie aktiv du Content produzierst und generell wie aktiv du auf LinkedIn bist
  • wie gut dein LinkedIn-Netzwerk ist.

In jedem der vier Bereiche können 25 Punkte erzielt werden. 

Der SSI ist meines Erachtens vor allem als Verkaufs-Tool für den LinkedIn Sales Navigator gedacht, kann aber auch für sich allein schon ein paar interessante Rückschlüsse zur eigenen Aktivität geben. 

Angeblich sorgt ein hoher SSI auch für höhere organische Reichweite im Newsfeed - Belege dafür habe ich allerdings noch keine gesehen. 

LinkedIn baut natürlich auch einige Anreize wie "Sie zählen zu den Top X% in Ihrer Branche" ein, um das Engagement der Nutzer:innen weiter zu steigern. Clever. 

Deinen LinkedIn Social Selling Index (SSI) findest du hier. 

6. Der Gehaltsvergleich

Ein interessantes Tool für alle Angestellten ist der LinkedIn Gehaltsvergleich. Die Daten basieren auf den Angaben von LinkedIn Mitgliedern und sollen eine Einschätzung des eigenen Gehalts im Vergleich zu anderen Menschen der gleichen Position, Erfahrung, Branche und Region ermöglichen. 

7. "Ebenfalls angesehen" ausblenden

Wusstest du, dass dein Profil bei LinkedIn als Werbefläche für Mitbewerber dient? LinkedIn zeigt nämlich Besuchern deines Profils an, welche anderen Profile sich Besucher deines Profils ebenfalls angesehen haben. 

Dabei handelt es sich gerne mal um Mitbewerber, wenn Personen sowohl auf deinem Profil als auch auf den Profilen der Marktbegleiter gestöbert haben. 

Du kannst diese Funktion allerdings abstellen. Dann zeigt LinkedIn zwar immer noch Profile an, aber nicht mehr bezogen auf dein Profil, sondern auf die allgemeinen möglichen Interessen des Besuchers - also die gleichen Vorschläge, die auch an anderen Stellen erscheinen. 

Die Möglichkeit zum Abstellen findest du wieder in deinen Einstellungen unter "Kontoeinstellungen" und dann "Ebenfalls angesehen"

8. Newsletter-Funktion

Wusstest du, dass du auf LinkedIn nicht nur Beiträge und Artikel, sondern auch richtige Newsletter erstellen kannst? Alle Abonnenten erhalten dann eine Benachrichtigung und eine E-Mail, wenn du eine neue Ausgabe veröffentlicht hast. 

Die Option dafür findest du beim Erstellen von Artikeln mit dem Button "Newsletter erstellen". Du kannst verschiedene Frequenzen auswählen, wie oft dein Newsletter erscheinen soll, z.B. täglich, wöchentlich oder monatlich. 

Standardmäßig erhalten deine Follower eine Benachrichtigung über deinen Newsletter mit der Option, diesen zu abonnieren. Aber auch andere Nutzer:innen, die auf deinen Newsletter stoßen, können ihn abonnieren, ohne zwingend auch dir folgen zu müssen. 

9. "Markieren" verbieten

Manche Leute finden es leider angebracht, willkürlich Personen in ihren Posts zu markieren, um sie auf den neuen Post aufmerksam zu machen. Das kann auf Dauer ganz schön nervig sein, wenn man zu dem Post eigentlich gar keinen Bezug hat. 

Wenn du möchtest, kannst du die Möglichkeit, dich zu markieren, aber ausschalten. Dann kannst du überhaupt nicht mehr in Bildern oder Posts markiert werden - also eine drastische Maßnahme, für manche aber vielleicht sehr erleichternd. 

Die Option dazu findest du in den Einstellungen --> "Sichtbarkeit" --> "Sichtbarkeit Ihrer LinkedIn Aktivitäten" --> "Erwähnungen oder Tags". 

10. Profile anonym besuchen

Was sich auf Facebook viele wünschen (und gleichzeitig ein Mythos, der nicht auszurotten ist), ist auf LinkedIn Realität: Du kannst sehen, wer dein Profil besucht hat. Zumindest als Premium-Nutzer kannst du diese Angaben hier einsehen. Als Gratis-Nutzer siehst du nur die letzten 5 Besucher.

Aber vielleicht willst du ja gar nicht, dass andere sehen können, dass du auf ihrem Profil warst. So ein bisschen anonym stöbern kann ja auch ganz nett sein, oder? 

Falls ja, kannst du diese Anonymität in deinen Einstellungen unter "Sichtbarkeit" --> "Profilansichten" auswählen. Statt deinem vollen Namen und Bild kannst du nur deinen Beruf anzeigen oder gar keine Angaben machen. 

11. Namens-Aussprache aufnehmen

Wenn du Claudia Müller oder Franz Meier heißt, hast du das Problem nicht. Bei komplizierteren Vor- oder Nachnamen kann diese Funktion jedenfalls sehr hilfreich sein - du kannst bei LinkedIn die Aussprache deines Namens deinem Profil beifügen! 

Das funktioniert allerdings nur auf dem Handy - iOS oder Android ist dabei egal. Gehe dazu einfach in der App auf dein Profil und klicke auf den Stift oben rechts neben dem LinkedIn-Logo. Dort kannst du dann verschiedene Profil-Einstellungen vornehmen - unter anderem auch deinen Namen einsprechen. 

Die Aufnahme wird dann neben deinem Namen in deinem Profil angezeigt und kann von Profilbesuchern abgespielt werden. Das Abspielen funktioniert auch am Desktop, nur die Aufnahme nicht. 

Waren diese 11 Tipps für dich hilfreich? Dann teile doch den Beitrag bei LinkedIn, damit auch dein Netzwerk von den Tipps für die versteckten LinkedIn Funktionen profitiert. 

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  1. Hallo Felix,

    in der Tat kannte ich bisher nicht alle Funktionen, nur etwas die Hälfte. Danke für die Hinweise und die Erklärungen dazu.

    P.S.: In der App ist das Kommentartextfeld super schwer zu erkennen. Gelb auf hellgrau. Das ist also echt schwierig einen fehlerfreien Kommentar abzugeben. 😉

    Viele Grüße
    Ronny

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