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Was du JETZT tun solltest, um nach der Krise voll durchzustarten

Aktuell hat uns die Corona-Krise fest im Griff. Fast alle Branchen verlieren Aufträge, Kunden, Umsatz. Doch es wird eine Zeit nach Corona geben. Und dann werden die profitieren, die jetzt nicht nur durchgehalten, sondern sich vorbereitet haben.

Wenn du also gerade mehr Zeit als Kunden hast oder sogar im Lockdown festsitzt – hier hast du jede Menge Tipps, wie du die Krise nutzen kannst, um danach voll durchzustarten!

Hinweis: Ich füge jeden Tag einen weiteren Tipp hinzu, von mir selbst oder exponierten Kolleg*innen. Schau also jeden Tag mal vorbei, dann verpasst du nichts.

1. Strategie planen

Wenn es dir so geht wie den meisten, dann bist du im Tagesgeschäft so eingespannt, dass für strategische Überlegungen kaum Zeit bleibt. Das Tagesgeschäft dürfte gerade dünn ausfallen, also nutze die gewonnene Zeit, um mal sauber an deiner Strategie zu arbeiten.

Ein Worksheet zur Verbesserung oder erstmaligen Erstellung deiner Social Media Strategie stelle ich dir hier kostenfrei zur Verfügung.

Eine weitere sehr gute Anlaufstelle für strategische Fragestellungen und strategisches Quer-Denken ist der Blog meines geschätzten Kollegen Karl Kratz.

Und für das strategische Content Marketing sind sowohl der Blog als auch die Checklisten-Sammlung von Mirko Lange eine tolle Quelle.

Übrigens sind sowohl Karl als auch Mirko bei der hashtag.business /online, der virtuellen Digital Marketing Konferenz am 02.-03.04.20 am Start!

2. Content aufräumen

Was du auch schon lange hättest du sollen, aber vermutlich bisher nicht getan hast, ist, deinen bisherigen Content mal aufzuräumen und auszumisten. Denn im Laufe der Jahre sammelt sich ja schon der eine oder andere Blogbeitrag, Artikel oder sonstiger Inhalt an, der eigentlich mittlerweile unnötig, veraltet oder nutzlos ist. Insbesondere in Hinblick auf den Google Panda Algorithmus

Im Prinzip hast du drei Möglichkeiten, solchen dünnen und wertarmen Content zu bearbeiten:

  1. Löschen: „Wat fott es, es fott“ sagt der Kölner. Uralte Pressemitteilungen, vollkommen überholte Blogberichte oder prähistorische News können oft einfach weg.
  2. Aufwerten: Wenn das Thema noch aktuell, nur der Inhalt überholt ist, kannst du den Content vielleicht aktualisieren und aufwerten. Neue Entwicklungen einbauen, Zahlen auf den neuesten Stand bringen, neue Perspektiven einfließen lassen, weitere Medienformate (Video, Grafiken etc.) einbinden und schon ist der Content wieder wertvoll.
  3. Zusammenführen: Vielleicht findest du fünf Blogbeiträge zum gleichen Thema, die du zu einem wirklich tiefgründigen, „holistischen“ und vor allem wertvollen Artikel zusammenführen kannst.

Wenn z.B. alte News oder Pressemeldungen partout nicht gelöscht werden dürfen, kannst du sie auf noindex stellen, um zumindest aus SEO-Sicht solche überholten und nicht mehr notwendigen Altlasten zu entschärfen.

Wie findest du Content, den eigentlich keiner mehr braucht? Dafür bieten sich die Messwerte- und Dimensions-Analysen in Google Analytics an. Schau z.B. mal nach Content, der in den letzten Monaten kaum mehr aufgerufen wurde und darüber hinaus noch eine geringe Verweildauer und eine hohe Absprungrate aufweist. Du wirst erstaunt sein, was da alles noch auf der Seite schlummert…

Unnötigen Content mit Google Analytics finden

Unnötigen Content mit Google Analytics finden

Sehr „dünnen“ Content, so genannten „thin content“ kannst du auch mit SEO-Tools wie XOVI finden. Seiten mit unter 200 Worten solltest du dir mal genauer ansehen. Kann davon was weg? Oder muss das wirklich im Google-Index sein?

Seiten mit dünnem Content finden mit XOVI

Seiten mit dünnem Content finden mit XOVI

Was machst du mit URLs, die dann nicht mehr existieren? Entweder leitest du die alten URLs via 301 (permanent redirect) auf die neue, bessere Entsprechung oder du gibst ihnen den Servercode 410 (gone) mit. In beiden Fällen weiß Google: Gibt’s nicht mehr und kommt auch nicht mehr wieder.

3. Weiterbilden

„Die besten Zinsen bringt eine Investition in dich selbst“ – ein ausgelutschter, aber immer noch sehr wahrer Slogan der Weiterbildungsbranche. Ich glaube fest daran: Je intensiver du jetzt die Zeit nutzt, dein Wissen und dein Können auf Vordermann zu bringen, desto steiler geht es nach der Krise ab!

Dabei muss Weiterbildung nichtmal teuer sein. Viele Anbieter haben gerade die Preise für Kurse reduziert. Hier mal einige Links zu kostenlosen Weiterbildungs-Möglichkeiten

Übrigens ist jetzt auch die optimale Zeit, sich im digitalen Marketing weiterzubilden. Wenn du meinen Wissensschatz aus 18 Jahren Online Marketing-Erfahrung anzapfen willst, kannst du das jetzt in meinen Seminaren auch virtuell von zuhause aus tun – live und intensiv in kleinen Gruppen:

4. Content erstellen, der lange auf Halde lag

Immer, wenn ich eine Idee für einen Post, ein Video oder einen Artikel habe, schreibe ich sie auf eine Liste. Die Liste wird immer länger, da ich im Alltag kaum dazu komme, die Inhalte auch wirklich zu erstellen. Das ist auch der Grund, warum ihr in den nächsten Wochen deutlich mehr Content von mir sehen werdet 🙂

Nutze die freigewordene Zeit, um Inhalte zu erstellen, die du lange geplant, aber nie realisiert hast. Schreib den Blogbeitrag, dreh das Video, nimm den Podcast auf, den du schon lange auf der Liste hast.

Produziere eine neue Content-Reihe auf Instagram oder eine neue „Staffel“ Videos auf YouTube, schreib ein Ebook oder erstelle Whitepapers.

Wenn du überlegst, welches Content-Format auf welchem Kanal überhaupt möglich ist, hilft dir dieses Cheat-Sheet weiter:

5. Website-Fehler ausräumen

Jetzt wäre auch die Zeit, endlich mal die ganzen mehr oder weniger schlimmen Fehler in deiner Website zu kitten. Jedes vernünftige Onpage-Tool gibt dir dazu zahlreiche Hinweise, was du tun solltest.

Onpage-Optimierungs-Empfehlungen von SEMrush

Onpage-Optimierungs-Empfehlungen von SEMrush

Zu den wichtigsten Fehlern, die du relativ einfach ausräumen kannst, gehören:

  • Fehlende Meta Descriptions ergänzen
  • Zu lange/kurze Titel optimieren
  • Mehrere H1-Überschriften pro Seite löschen
  • Duplicate Content beheben (umschreiben, löschen, umleiten, canonical)
  • 404-Fehlerseiten umleiten
  • Broken Links optimieren

Nimm dir auf jeden Fall die Zeit, dich mit einigen SEO-Verbesserungen zu beschäftigen. Denn bis diese „ziehen“, sich also in messbaren Ranking-Verbesserungen niederschlagen, vergehen meist Wochen bis Monate. SEO braucht also immer ein bisschen Vorlauf und Geduld. Aber das Ziel dieser Maßnahmen-Liste hier ist ja genau das: Jetzt Vollgas geben und nach der Krise durchstarten.

6. Virtuelle Schulungs-Strukturen etablieren

Nicht nur jetzt in Zeiten von Lockdown und Ausgangsbeschränkungen sind virtuelle Schulungen und Seminare sinnvoll. Aber jetzt ist eine gute Zeit, entsprechende Strukturen für die Zeit danach zu etablieren. Setze dich mit den gängigen Lösungen auseinander (z.B. Zoom, Microsoft Teams), erarbeite ein Konzept, wie virtuelle Schulungen und Meetings künftig bei euch eingesetzt werden können.

Experten-Tipp von Dr. Natalia Wiechowski
Online Summits, Online Masterclasses oder Online (Gruppen)Coachings können nicht nur eine temporäre Lösung für die gegenwärtigen Herausforderungen sein, sie können auch langfristig spannende neue Arbeitsweisen darstellen.

Ich arbeite beispielsweise momentan mit einem international bekannten Unternehmen aus der Getränkeindustrie an seiner Employer Brand und helfe ihnen, mithilfe von regelmäßigen Online Masterclasses ein Bewusstsein für die Wichtigkeit von Personal Branding und das aktive Nutzen von LinkedIn zu schaffen.

Die Vorteile:

  1. reduzierte Speaker-Kosten dadurch, dass keine Anreise und keine Unterkunft für mich gebucht werden muss
  2. eingesparte Zeit, da ich nicht einmal quer von Dubai nach Europa fliege
  3. eine höhere Teilnahmequote, da nicht 20 Mitarbeiter aus fünf unterschiedlichen Städten zum Vortragsort anreisen müssen.

Dr. Natalia Wichowski ist Keynote Speakerin, Buchautorin und eine der führenden Expertinnen weltweit zum Thema Personal Branding bei LinkedIn. Zu ihren Kunden gehören Unternehmen wie IBM, SAP, Bosch, Microsoft oder Coca-Cola.

Natalia wird ihr umfangreiches Wissen auch auf der hashtag.business /online weitergeben.

7. Schema.org in Website einbauen

Ich kann es manchmal kaum glauben, wie viele Unternehmen in meinen Seminaren noch überhaupt keinen schema.org-Code in ihrer Website integriert haben. Dabei ist das eigentlich kinderleicht und bietet so viele Vorteile. Daher wäre JETZT ein guter Zeitpunkt, das anzugehen.

Was ist schema.org?

Vereinfacht gesagt ist Schema.org eine Sammlung von strukturierten Daten, die in Websites integriert werden können und dann z.B. Suchmaschinen helfen, die Inhalte besser zu verstehen. So wird für die Suchmaschine aus einer Zahlenreihe ein Datum oder aus einer Adresse der Firmenstandort.

Was bringt schema.org?

Der größte Vorteil ist, dass Google einige der Angaben nutzt, um das Such-Snippet, also den Treffer in den Google Suchergebnissen attraktiver, größer und auffälliger darzustellen („Rich Snippet“). Das schlägt sich sofort in mehr Klicks und damit mehr Besuchern auf der Website nieder.

Sowohl die Sterne als auch die Event-Liste in diesem Beispiel wird von schema.org-Angaben ausgelöst.

Rich Snippet mit durch schema.org ausgelösten Sterne-Bewertungen und Event-Liste

Rich Snippet mit durch schema.org ausgelösten Sterne-Bewertungen und Event-Liste

Welche schema.org-Angaben sind denn wichtig?

Es gibt eine große Vielzahl von schema.org-Daten, aber für das Google-Snippet sind am wichtigsten:

  • Event: fügt deinem Snippet bis zu drei klickbare Zeilen hinzu; sinnvoll, wenn es Termine auf deiner Website gibt
  • AggregateRating / Review: fügt dem Snippet Sterne hinzu; sinnvoll für Produkte und alles, was bewertet wird
  • Product: fügt dem Snippet Angaben wie Preis(-Spanne) und Lieferbarkeit hinzu; geeignet für Shops, Vergleichsseiten etc.
  • FAQ: fügt dem Snippet bis zu drei Fragen mit ausklappbaren Antworten hinzu
  • Recipe: fügt dem Snippet ein Bild und Angaben wie Zubereitungsdauer und Kalorien hinzu; geeignet für Rezeptseiten
Das Schema "FAQ-Page" fügt dem Snippet drei Zeilen hinzu

Das Schema „FAQ-Page“ fügt dem Snippet drei Zeilen hinzu

Wie kann ich schema.org nutzen?

Kurz gesagt muss der schema.org Code in deine Website. Überlege dir also zuerst einmal, welche Schemas sich für dich bzw. deine Website eignen.

Der einfachste Weg wäre: Sprich mit deinem Programmierer, dass er dich entsprechende Felder in dein CMS programmiert (oder ein Plugin installiert). In meinem Fall habe ich das mit dem genialen Andreas Bufe so gelöst, dass er mir Eingabefelder in mein WordPress-Backend ergänzt hat (mit Advanced Custom Fields), so dass ich nur noch meine Event-Termine eintragen muss und das System daraus automatisch schema.org Daten im Quellcode bastelt.

Falls du selbst den Code in deine Website integrieren kannst, gibt es verschiedene Tools, um schema.org Angaben selbst zu erstellen:

  • Markup Helper von Google: Du kannst damit einfach Bereiche deiner Website markieren und entsprechend zuordnen. Das Tool generiert dann den Code, der nur noch in die Website eingebaut werden muss.
  • Schema Markup Generator: Du klickst dir zusammen, was du willst, das Tool baut daraus den Code zum rauskopieren.

Wie finde ich raus, ob es funktioniert hat?

Leider zeigt Google die Rich Snippets nicht immer zuverlässig an. Da hilft nur googeln und prüfen, ob du Sterne/Events etc. siehst.

Ob der Code aber korrekt eingebaut wurde (oder ob überhaupt schon schema.org-Code in der Website vorhanden ist) kannst du mit dem Test-Tool für strukturierte Daten von Google testen.

Wichtig: Rich Snippets sind Unterseiten vorbehalten; Startseiten bekomen weder Sterne noch Events noch sonstwelche Ergänzungen.

8. Netzwerk ausbauen – aber richtig

Jetzt ist leider auch die Zeit, in der das Hardselling und der Spam über LinkedIn und Co. drastisch zunehmen werden. Davon sind viele Nutzer (inklusive meiner einer) schon jetzt genervt – in ein paar Wochen dürfte das noch deutlich schlimmer werden.

Trotzdem rate ich dir dazu, deine LinkedIn –und XING-Kontakte auszubauen. Aber, wenn es irgendwie geht, NICHT mit einer direkten Verkaufs-Absicht. Denn davon werden jetzt alle überrannt, die Effektivität jedes einzelnen Hardselling-Kontaktversuchs wird dadurch geringer.

Ein besonders schönes Exemplar ist mir gestern bei LinkedIn aufgefallen. Weder bin ich als Führungskraft aktiv noch sehe ich es als Kompliment an, mir eine solche Frage zu stellen. Ganz davon abgesehen, dass er das genau wissen würde, wenn er sich mal 2 Minuten Zeit genommen hätte, sich mit mir und meinem Hintergrund auseinander zu setzen. Auch wenn es noch so personalisiert aussieht, es ist und bleibt Massen-Spam.

Pseudo-interessierter Kontakt-Spam bei LinkedIn

Pseudo-interessierter Kontakt-Spam bei LinkedIn

Mein Rat ist eher: Nutze die aktuelle Zeit, um Kontakte aufzubauen, OHNE sie direkt zu akquirieren. Vergrößere stattdessen dein Netzwerk auf eine sinnvolle Art und Weise. Zum Beispiel nach folgendem Plan:

  1. Frage jeden Tag 5 (oder 10) neue Kontakte bei LinkedIn an.
  2. Überlege dir zumindest bei 3 davon (oder 6) einen sinnvollen Aufhänger, und schreibe eine kurze Nachricht dazu.

Ideal sind Aufhänger, von denen der andere wirklich etwas hat, z.B. was dir im Profil aufgefallen ist oder gefehlt hat; wenn du einen Tippfehler entdeckst oder einen Tipp für eine Optimierung auf der Website hast. Oder einen Kontakt kennst, der vielleicht für ihn/sie interessant wäre. Oder einen Blogbeitrag (nicht unbedingt von dir), der für den/diejenige/n spannend sein könnte.

Und dann verkaufe ihm NICHTS. Bedanke dich für die Kontaktbestätigung. Wenn ihr weiter ins Gespräch kommt, toll. Wenn nicht, war es das an dieser Stelle. Du hast zwar keinen Sale erzeugt (das war hier auch gar nicht das Ziel), aber einen Kontakt generiert, dem du positiv aufgefallen bist und der dich positiv abgespeichert hast. Das ist später deutlich leichter zu aktivieren, als wenn du jetzt einer von 10 bist, die ihm jeden Tag das Postfach vollspammen.

Wenn du das gewissenhaft und jeden Tag machst, hast du im August zwischen 500 und 1.200 Kontakte mehr. Eine hervorragende Basis.

Und noch ein Tipp zum Schluss: Oft vergessen wir (mich inbegriffen), Kontakte aus dem realen Leben bei LinkedIn und XING hinzuzufügen. Hole das doch jetzt nach. Das Ziel muss lauten, mit jedem (sinnvollen) Kontakt aus der Realität auch virtuell vernetzt zu sein.

Um im LinkedIn-Spam besser den Durchblick zu behalten, hier mal ein kleines Wörterbuch…

Wörterbuch LinkedIn - Deutsch / Deutsch - LInkedIn

Wörterbuch LinkedIn – Deutsch / Deutsch – LInkedIn

9. Vertrieb richtig angehen

Neben gutem (Online-/Content-)Marketing und besserem Netzwerken spielt auch die richtige Vertriebsstrategie eine enorme Rolle – jetzt in und später nach der Krise. Der heutige Tipp kommt dabei von meinem Freund Oliver Schumacher, einer der erfolgreichsten Verkaufstrainer in Deutschland und obendrein ein sehr feiner Kerl.

Experten-Tipp von Oliver Schumacher

Nach der Krise wird das Verkaufen nicht einfacher sein:

  • Einige Kunden werden den Blick für gute Qualität verlieren und in die Preisverhandlung gehen, weil sie noch mehr Kosten- und Ertragsdruck haben.
  • Weitere Kunden werden wegbrechen, weil sie Pleite gegangen sind, aufgekauft wurden – oder sich einfach komplett neu aufgestellt haben.
  • Anderen Kunden fehlt die Kauflaune, weil sie einfach vorsichtiger agieren wollen/müssen – und so im Entscheidungs- bzw. Kaufprozess nicht mehr so schnell sind.

Daher sollten Vertriebler jetzt die Zeit von Corona nutzen, um sich auf diese Zeiten optimal vorzubereiten:

  • Deine besten Kunden sind die Zielkunden der Mitbewerber. Kümmere Dich nicht nur per Mail um Deine Kunden, sondern rufe auch mal an. Denn Kunden sind genauso wie Verkäufer Menschen, die soziale Kontakte brauchen.
  • Nutze die Zeit, um schon jetzt neue Zielkunden zu definieren, die Du neu gewinnen möchtest. Viele werden nämlich offen sein für Veränderungen und Optimierung. Nach Corona wird die Zeit der Neukundengewinner sein, weil viele einfach alles hinterfragen.
  • Du kannst im Moment auch mal deine alten XING Kontakte durchtelefonieren: „Ich dachte, ich rufe mal einfach an, damit wir uns besser kennenlernen. Wir folgen uns ja schon gegenseitig seit 2 Jahren auf XING, und ich dachte, ich rufe mal spontan an.“
  • Bilde Dich weiter. Überlege, welche Einwände und Situationen Dir bisher den Verkaufsalltag erschwert haben – und welche Dinge Dich in der Zukunft fordern werden. Das Internet und auch YouTube ist voll von Fachartikeln und Videos rund um das Thema Verkaufen.

Oliver Schumacher ist unter dem Motto „Ehrlichkeit verkauft“ bundesweit als Verkaufstrainer und Speaker tätig. Zuvor arbeitete der sechsfache Buchautor im Verkaufsaußendienst für die Markenartikelindustrie.

Oliver hat einen sehr umfangreichen Ratgeber-Artikel mit 50 Tipps für mehr Aufträge in seinem Blog veröffentlicht. Unbedingter Lesetipp!

10. Snippets optimieren

Oben haben wir im Rahmen von Schema.org bereits über „Rich Snippets“ gesprochen – also die Treffer in den Suchmaschinen, die durch Events, Sterne oder andere Elemente angereichert sind. Jetzt geht es nochmal um die „normalen“ Snippets – denn da kannst du auch eine Menge tun!

Warum ist das Snippet so wichtig?

Das Snippet hat zwei wichtige Aufgaben:

  1. Du zeigst damit Google, worum es auf deiner Website geht und sendest wichtige Relevanz-Signale.
  2. Du kannst mit einem guten Snippet die Klickrate in den Suchergebnissen deutlich steigern und daher auch den Traffic deiner Website erhöhen (und dir dadurch die Chance auf mehr Umsatz sichern).

Schauen wir uns mal ein gutes, gelungenes Snippet an:

Gelungenes Snippet, das alles richtig macht

Gelungenes Snippet, das alles richtig macht

Dein Snippet besteht aus folgenden Teilen:

  • Ganz links oben das Favicon der Website. Momentan zeigt Google das Favicon anscheinend wieder an, nachdem es vor wenigen Monaten zum ersten Mal reingenommen wurde und dann rausgeflogen ist.
  • Dann die URL, dargestellt als Breadcrumb-Navigation
  • Darunter der Meta-Title – hochrelevant als Rankingfaktor und für die Klickrate
  • Und unten dann ein Beschreibungstext. Google nimmt hier in den meisten Fällen die Meta-Description, die du in der Website eingebaut hast.

Und damit sind wir auch schon bei den Aufgaben.

Erstelle den Title nach folgenden Maßgaben:

  • Max 70 Zeichen lang
  • Keyword der Seite ganz vorne
  • Dann etwas, das zum Klicken anregt
  • Und am Ende noch dein Unternehmensname (Brand), wenn er noch reinpasst

Den mittleren Part kannst du nach Belieben erstellen, Hauptsache, es macht neugierig. Zum Beispiel kannst du einen Preis oder einen Rabatt nennen („ab 3,99€“, „50% sparen“), deinen USP dort unterbringen („vom Marktführer“, „seit 1988“), deine Zielgruppe ansprechen („nur für B2B“, „für werdende Mütter“) oder die Anzahl deiner Lösungen anteasern („37 Baumaschinen“, „aus 3.548 Modellen wählen“).

Die Meta-Description erstellst du wie folgt:

  • Max. 140 Zeichen lang
  • In den ersten 110 Zeichen bringst du alles Wichtige unter (da mobile dann abgeschnitten wird)
  • Verwende kurze Argumente, keinen Fließtext
  • Trenne die Argumente z.B. durch | oder Sonderzeichen, damit die Argumente sofort ins Auge stechen. Niemand liest an dieser Stelle zwei Zeilen Text durch.

Du kannst sowohl imTitle als auch in der Meta Description auch Sonderzeichen verwenden – entweder schwarze Icons oder sogar eine Reihe von bunten Emojis, was in den Suchergebnissen stark auffällt. Eine Liste dazu zum Rauskopieren findest du hier.

Diese Snippets solltest du für alle Seiten erstellen, die a) schon gut ranken und somit von einer höheren Klickrate in den Suchergebnissen profitieren und b) besser ranken sollen (hier spielt vor allem der Title eine Rolle) und Potenzial bieten. Also zum Beispiel die Startseite, Kategorieseiten, wichtige Produkte, Blogbeiträge etc. Nach und nach kannst du dich so durch alle wichtigen Seiten durcharbeiten.

11. 4 Maßnahmen für bessere lokale Rankings – jetzt!

Vor allem kleinere, lokale Unternehmen leiden unter der aktuellen Situation. Und gerade sie würden von einem besseren lokalen Marketing profitieren. Der Tipp dazu kommt vom hashtag.business Speaker und Local SEO-Experte Sven Deutschländer.

Experten-Tipp von Sven Deutschländer
  1. Schon seit geraumer Zeit kann man im Info-Bereich von Google My Business eine 750 Zeichen lange „Vom Unternehmen bereitgestellte Beschreibung“ hinterlegen. Bei vielen Unternehmen ist das Feld immer noch leer. Bitte befülle dieses Feld mit einer keywordstarken Beschreibung deines Geschäfts – die gesamten 750 Zeichen solltest du dafür nutzen. Man kann zwar nicht fett drucken oder Links einbinden, doch durch die ENTER-Taste lassen sich zumindest Absätze einfügen. Erwähne unbedingt all eure zentralen Dienstleistungen und wo ihr diese erbringt (Stadt, Stadtteil bzw. Landkreis).
  2. Befülle im Info-Bereich die „Leistungen“. Gekoppelt ist das an die ausgewählten Kategorien. Wähle also zuerst die passendste Kategorie als „Primäre Kategorie“ aus und füge sinnvolle „Weitere Kategorien“ hinzu. Bei „Leistungen“ kannst du nun zu jeder eurer Kategorien „Dienstleistungen hinzufügen“. Für manche Kategorien werden da bereits umfangreiche Vorschläge vom System gemacht, zum Beispiel für Handwerksbetriebe. Jenseits der Vorschläge hat man aber stets die Möglichkeit, ganz individuelle Dienstleistungen an dieser Stelle zu veröffentlichen. Nutze als Name der Dienstleistung eine Bezeichnung, die eure Kunden fürs Googeln der Dienstleistung verwenden würden. Dann noch eine anpreisende 300 Zeichen lange Beschreibung zur Dienstleistung hinzufügen und eine Preisangabe, wenn das irgendwie möglich ist.
  3. Recht neu ist die Möglichkeit, im Info-Bereich für das My-Business-Profil einen Kurznamen festzulegen. Tue das bitte sofort – solche Nutzernamen sind in jedem System ein rares Gut. Nach der Freigabe des Kurznamens habt ihr eine schöne Internetadresse für euren Google-Maps-Eintrag: https://g.page/[Kurzname]/ … in meinem Fall wäre das also https://g.page/dskom/.
  4. Ist der Kurzname einmal festgelegt, lässt sich mit seiner Hilfe auch eine sehr leicht zu schreibende Internetadresse zum Bewertungssystem bei Google My Business erstellen: https://g.page/[Kurzname]/review. Verschicke nun diesen Link mit der freundlichen Bitte um eine Bewertung an deine 30 treuesten Kunden. In den nächsten 5-10 Tagen hast du 3-6 zusätzliche Bewertungen in deinem Google Maps Eintrag stehen.

Achtung: Viele Änderungen an Google-My-Business-Profilen werden manuell freigegeben. Durch die Coronavirus-Krise sind die Support-Center von Google nur schwach besetzt. Deswegen kann es dauern, bis ihr für all diese Aktualisierungen eine Freischaltung bekommt. Da ihr dies alles aber für ein langfristig(!) besseres Local-Search-Ranking tut, kann euch das Schnuppe sein.

Sven Deutschländer ist Agentur-Gründer und erster Geschäftsführer der Agentur SEO Profi Berlin, die seit fast 20 Jahren Unternehmen in der Marketing-Digitalisierung begleitet.

Sven hält regelmäßig Vorträge auf Konferenzen wie der SEOkomm oder dem OMT und am 02.04. auch auf der hashtag.business /online mit weiteren Tipps zur lokalen Suchmaschinenoptimierung.

12. Facebook Ad-Konto aufräumen

Wenn du schon länger Facebook-Ads schaltest (oder analog dazu auch Anzeigen in anderen Werbesystemen), wirst du merken, dass sich irgendwann ein richtiger Wildwuchs ergibt und du schnell den Überblick verlierst. Auch dafür wäre jetzt eine gute Zeit – Ordnung und Struktur in dein Ads-Konto zu bringen.

Für diesen Tipp habe ich mir einen der besten Facebook Ads-Experten geschnappt.

Experten-Tipp von Florian Litterst

Schon die Oma wusste: Ordnung ist das halbe Leben. Und das halbe Leben eines Werbetreibenden auf Facebook ist es, Ordnung innerhalb des Business Manager und des Werbekonto zu haben. Wenn wir der aktuellen Situation vielleicht etwas positiv abgewinnen können, dann dass wir im Home Office vielleicht etwas mehr Zeit haben um mehr von dieser Ordnung zu sorgen. Reingehauen in die Tasten, Zeit für einen Frühjahrsputz im Business Manager!

Business Manager aufräumen – Diese Einstellungen solltest du prüfen

Der Business Manager ist die Schaltzentrale und das Herzstück all deiner Aktivitäten als Werbetreibender. Es handelt sich dabei um eine Art Projektmanagement-Tool zur zentralen Verwaltung aller Advertising-Elemente (Facebook-Seiten, Instagram-Accounts, Werbekonten usw.). Besonders wichtig also, dass du hier ein saubere Struktur und Rechteverwaltung vorherrscht.

Hinweis: Solltest du noch keinen Business Manager einsetzen, findest du hier eine ausführliche Anleitung.

Folgende Einstellungen innerhalb des Business Managers solltest du innerhalb der “Unternehmenseinstellungen” überprüfen:

 

1) Öffne innerhalb des linken Menü den Punkt “Nutzer” und dann “Personen”. Prüfe, ob hier alle Personen deines Teams Zugriff auf den Business Manager haben. Häufig wird auch vergessen, ehemalige Teammitglieder (bspw. den Praktikanten) aus dem Business Manager zu entfernen. In beiden Fällen gilt es entsprechend zu handeln.

Überprüfe an dieser Stelle außerdem, ob jede Person (inkl. dir selbst) Zugriff auf alle benötigten Assets (d.h. Facebook Seiten, Werbekonten usw.) hat.

2) Prüfe innerhalb des Menüpunkt „Konten“, ob die Facebook-Seite(n) und das Instagram Profil deines Unternehmens mit dem Business Manager verknüpft sind. Tipp: Mit Hilfe von Business Asset-Gruppen kannst du die Elemente für eine bessere Organisation zu Gruppen zusammenfassen.

Der Vorteil von Business Asset-Gruppen: Du kannst mit einem Klick alle zu einem Projekt zugehörigen Elemente einem neuen Nutzer zuweisen (siehe Punkt 1). Das sorgt für mehr Übersicht und spart noch dazu Zeit.

3) Hast du deine Domain innerhalb des Business Managers schon verifiziert? Nein? Dann ist doch jetzt genau der richtige Zeitpunkt dafür. Innerhalb des Menüpunktes „Markensicherheit“ findest du dazu den Punkt „Domains“.

Wenn du deine Domain innerhalb des Business Managers (bspw. durch den Upload einer HTML-Datei auf deinem Server) verifiziert hast, kannst du beim Teilen eines Beitrags auf deiner Facebook Seite den Titel bearbeiten.

Wurde deine Domain nicht verifiziert, ist das nicht möglich.

4) Apropos Verifizierung: Auch deinen kompletter Business Manager solltest du verifizieren. Auf diese Weise erhältst du durch Facebook einen besseren Support – schließlich wissen die Kollegen dann, mit wem sie es zu tun haben. Zu finden in den Unternehmenseinstellungen, Security Center, Unternehmensverifizierung.

 

Werbekonto aufräumen – Das solltest du für mehr Durchblick im Werbeanzeigenmanager tun

Ein Tool mit welchem jeder Werbetreibende auf Facebook eine Hassliebe verbindet ist der Werbeanzeigenmanager. Für mehr Effizienz bei der Arbeit innerhalb dieses (häufig leider fehleranfälligen) Tool hilft es mehr Ordnung zu schaffen. Das kannst du jetzt tun.

1) Der wichtigste Punkt für Überblick im Werbekonto: Ein ordentliches Naming deiner Kampagnen. Denn nur wenn du deine Kampagnen sauber benennst, sodass du (und deine Teamkollegen) wissen, was damit erreicht werden soll, können sinnvolle Analysen durchgeführt werden. Eine Funktion, welche es dir hilft auch im Nachgang (also jetzt beim Aufräumen) die bestehenden Kampagnen umzubenennen ist “Suchen und Ersetzen”.

Mit Hilfe von “Suchen und Ersetzen” kannst du bspw. den Namen von Kampagnen, Anzeigengruppen ganz easy ändern.

Mögliches Naming von Kampagnen

  • TOFU_C_2020_11_DE_Black_Friday_Link_Ads (TOFU = Top of Funnel, C = Conversions / Kampagnenziel)
  • MOFU_C_2020_11_DE_Black_Friday_Link_Ads (MOFU = Middle of Funnel, C = Conversions / Kampagnenziel)
  • BOFU_C_2020_11_DE_Black_Friday_Link_Ads (BOFU = Bottom of Funnel, C = Conversions / Kampagnenziel)

Mögliches Naming von Anzeigengruppen

  • DE_LAL_1%_F/M_18+_Alle_Platzierungen

Mögliches Naming von Anzeigen:

  • 2020_11_Link_Ad_TextABC_BildXYZ

2) Räume innerhalb der Zielgruppenbibliothek auf. Ein Ort, an welchem sich während des hektischen Alltags schnell viel Chaos ansammelt ist das Zielgruppen-Menü eines Werbekontos. Hier mal schnell eine Custom Audience erstellen, dort mal eben einen Lookalike Audience angelegt – schon ist das Chaos perfekt.

Um dein Zielgruppen-Menü aufräumen kannst du dir dort mit Hilfe eines Filters die in aktiven Kampagnen bzw. Werbeanzeigen eingesetzten Zielgruppen anzeigen lassen.

Tipp: Um die inaktiven Zielgruppen auszusortieren bzw. zu löschen (falls du sie in absehbarer Zukunft nicht mehr brauchst) kannst du die aktiven Zielgruppen benennen (bspw. durch ein “aktiv” am Ende des Namens) und anschließend die ungenutzten Zielgruppen aus deinem Werbekonto rauslöschen. Denn: Ordnung ist das halbe Leben!

Florian Litterst hat sich mit seinem Blog adsventure.de einen Namen als einer der bekanntesten Experten für Facebook- und Social Media Advertising Deutschlands gemacht. Mit seinen Strategien, Tutorials & Tipps hilft er Unternehmen dabei, ihre Kampagnen aufs nächste Level zu heben.

Florian ist einer von nur 12 zertifizierten Facebook Marketing Consultants in Deutschland – eine Auszeichnung, die als schwarzer Gürtel des Facebook Advertisings gilt. Sein Wissen gibt er nicht nur in Vorträgen auf allen wichtigen Ads-Konferenzen, sondern auch in der Facebook Ads Profi Liga weiter.

Täglich neue Tipps – morgen geht’s weiter

Ich ergänze jeden Tag einen weiteren Tipp. Wenn du nichts verpassen willst, trag dich zum Online Marketing Tipps Newsletter ein und du erhältst sofort eine Info per Mail, wenn der neue Tipp online steht.

 

 

 

 

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Kommentare


Oliver Schumacher 24. März 2020 um 13:19

Hallo Felix,
auch ich nutze gerade die Zeit für Suchmaschinenoptimierung. Wenn ich das Ganze richtig verstehe, dann bekommt man aber nicht die Google Sterne-Bewertung von der Google My Business Seite in die SERP, oder?
Viele Grüße
Oliver

Antworten

Felix Beilharz 25. März 2020 um 20:32

Nee, genau, die Bewertungen müssen in deiner Website im Quellcode als schema.org stehen.

Antworten

Patrick Mitter 30. März 2020 um 10:23

Bin auch der Meinung, dass jetzt nicht der Zeitpunkt ist, um den Kopf hängen zu lassen (der Zeitpunkt ist eigentlich nie). Daher empfehle ich auch jedem, die Zeit aktiv zu nutzen – auf Social Media oder für SEO, um stärker aus der Krise hervor zu gehen.

Bei Linkedin mache ich es persönlich genau andersrum. Wenn ich eine Anfrage bekomme, schicke ich (nicht immer) eine kurze Nachricht in der ich mich für die Anfrage bedanke und mich auf zukünftigen Austausch freue.

Die ganzen Hardselling Versuche sind schon lästig. Man merkt meistens schon nach dem ersten Satz, dass das Gegenüber mehr an sich selbst interessiert ist.

LG Patrick

Antworten

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